Geschäftsführer in Netzschkau betrügt um 196 000 Euro

Netzschkau - Der Geschäftsführer eines Netzschkauer Textilunternehmens ist von Plauenern Ermittlern des Hauptzollamtes Erfurt bei Betrug mit Kurzarbeitergeld ertappt und inzwischen verurteilt worden. Das teilte das Hauptzollamt mit.

Demnach habe der Geschäftsführer für insgesamt zwölf seiner Beschäftigten bei der Agentur für Arbeit in Plauen insgesamt rund 196 000 Euro Kurzarbeitergeld und Sozialversicherungsbeiträge erschlichen. Im Zeitraum vom Juni 2006 bis Mai 2010 beantragte er laut Zoll monatlich Kurzarbeitergeld für 12 Beschäftigte und ab Februar 2009 auch noch die Erstattungen der Sozialversicherungsbeiträge für die Kurzarbeiter bei der Arbeitsagentur.

Die Anträge begründete er mit der angeblich wirtschaftlich schlechten Lage des Unternehmens. Die Beschäftigten selbst mussten jedoch wie bisher 40 Stunden pro Woche arbeiten, erhielten allerdings nur das Kurzarbeitergeld ausgezahlt. Ende Januar verurteilte das Amtsgericht Chemnitz den Geschäftsführer, der laut Staatsanwaltschaft wegen Betrugs in 42 Fällen angeklagt war, zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, ausgesetzt zur Bewährung. Der Bewährungszeitraum beträgt drei Jahre und sechs Monate. Außerdem muss er 200 Arbeitsstunden ableisten. va