Gerüchteküche um Plamag

In der Plamag geht es bald weiter. Ein Unternehmer hat den Betrieb gekauft. 40 Leute groß sei die Startmannschaft. Diese Infos geistern seit ein paar Tagen im Internet. Wunschtraum oder Wirklichkeit?

Plauen - "Es gibt mehrere Interessenten für das Gelände. Und auch verschiedene Optionen. Zum einen, ob die Hallen an einzelne Gewerbe verkauft und somit ein Industriepark aufgebaut werde oder ein neuer Eigner den gesamten Betrieb übernimmt. Aber es ist noch nichts entschieden", sagte Alexander Görbing, Sprecher des Insolvenzverwalters Werner Schneider. "Wichtig ist uns, dass das ehemalige Plamag-Werksgelände weiter genutzt wird - und deshalb ist die Vermarktung im Februar gestartet worden", fügte er hinzu.

Am 11. Januar wurde das letzte Kapitel Plamag-Geschichte geschrieben. Nach 66 Jahren gibt es den Plauener Betrieb nicht mehr. Die meisten der 250 Frauen und Männer gingen oft nach Jahrzehnten Betriebszugehörigkeit in die Transfergesellschaft, um den gang zum Arbeitsamt sechs Monate hinauszuzögern. 100 Mitarbeiter blieben in der Plamag, um noch restliche Aufträge für Augsburg abzuarbeiten. Laut Görbing sei der Betrieb offiziell stillgelegt, laut unserer Recherchen wird noch abgearbeitet.

Unabhängig von den rund achtzig Leuten, die am Standort Plauen unter dem Namen manroland websystems GmbH von Augsburg bezahlt werden. Nach Informationen unserer Zeitung wurden schon entlassene Einkäufer wieder zurückgeholt. Gerüchte außerhalb von Online-Netzwerken sprechen von einem entstehenden Unternehmen, dass Bauteile für Druckmaschinen fertigen würde. Das würde der Idee einer Lohnfertigung entsprechen, die zum Jahresende gescheitert war. Zugleich ist aber von einer wesentlich niedrigeren Bezahlung der Arbeitskräfte die Rede. "Eine Entscheidung kann auch schnell gehen", sagte Görbing am Donnerstag. M.T.