Gerangel um Nazi-Konzert im Vogtland

Plauen/Zobes - Viele würden gern das Rechtsrock-Konzert verbieten, das für Samstag im Neuensalzer Ortsteil Zobes (bei Plauen) geplant ist. Doch ein Verbot ist rechtlich nicht möglich, aber es wird Auflagen geben, teilt das Landratsamt mit.

Warum ist Verbot nicht möglich? "Grund ist ein besonders hoher verfassungsrechtlicher Schutz der Versammlungsfreiheit", schreibt das Landratsamt. In der Pressemitteilung heißt es weiter: Wie vom Landrat beauftragt wurden alle Möglichkeiten geprüft, die Versammlung zu verbieten, und mit Polizei und der Stadt Treuen besprochen. Am Donnerstag will die Versammlungsbehörde die Auflagen bekannt geben.

Die zwei Landesverbände der Partei "Die Rechte" aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben am 28. Oktober die "Versammlung unter freiem Himmel" in Zobes angemeldet, zu der laut Anmelder 700 bis 1000 Teilnehmer erwartet werden, vorgesehen ist der Auftritt von Musikinterpreten und Redebeiträge. Das Grundstück in Zobes gehört der Familie von Beatrix Rink, die für die NPD im Kreistag sitzt. Bereits im Vorjahr feierten dort 700 Neonazis. Gegen das erneute Nazi-Konzert formiert sich Widerstand. va