Gemeinsam für die Zukunft gewappnet

Friede und Freude herrschte im Oelsnitzer Ratssaal. Vier Bürgermeister setzten mit ihrer Unterschrift die Neufassung der Gemeinschaftsvereinbarung in Kraft.

Die Verwaltungsgemeinschaft von Bösenbrunn, Eichigt und Triebel mit der erfüllenden Gemeinde Oelsnitz blickt auf 20 Jahre Bestand. Es war Zeit das verbindende Regelwerk zu überarbeiten und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen. "Nun sind wir für die Zukunft gewappnet", schätzte OB Mario Horn ein. Stadtrat und Gemeinderäte hatten in ihren mehrjährigen Beratungen zum Thema dem Dokument zugestimmt.

Herausgekommen war unter anderem eine Anpassung der Verwaltungsumlage. Mit der Neuberechnung sollen Einnahmen und Ausgaben der erfüllenden Gemeinde für die anfallenden Verwaltungsaufgaben der Gemeinschaft transparenter gemacht werden. Der Wortlaut der Vereinbarung wird im Sächsischen Amtsblatt veröffentlicht. Auch wenn es zuweilen unterschiedliche Meinungen gab, so habe doch die Zusammenarbeit zwischen Volksvertretern, Verwaltungsmitarbeitern und Bürgermeistern gut funktioniert, lobte Hauptamtsleiter Hannes Schulz.


Ilona Groß aus Triebel, deutschlandweit eines der längstgedienten Gemeindeoberhäupter, hatte die Verwaltungsgemeinschaft vor 20 Jahren mit auf den Weg gebracht. Sie sehe mit Optimismus auf die lange Zusammenarbeit und danke dafür insbesondere ihren Gemeinderäten. "14 schöne Jahre, tolle Zusammenarbeit und Begleiter", freute sich Christoph Stölzel, Amtsinhaber in Eichigt, über die Zeit mit der VG "kurz vor Dienstende". In Eichigt und seinen Dörfern wird am 9. Mai 2021 ein neuer Bürgermeister gewählt. Stölzel geht mit 68 Lenzen in den Ruhestand. "Die Gemeinschaftsvereinbarung sichert das Leben auf dem Land, die Eigenständigkeit und Mitbestimmung der Dörfer", zog er sein Resümee.

"Ein herzliches Dankeschön" richtete Berthold Valentin aus Bösenbrunn, der an Dienstjahren jüngste Bürgermeister im Quartett, an die Mitarbeiter der Stadt "für die konstruktive Zusammenarbeit". Man habe unter den Partnern dem Neuling die Einarbeitung leicht gemacht. Das Papier sei im Gemeinderat kontrovers diskutiert worden. "Doch es ist gelungen, die meisten Räte zu überzeugen. Jetzt tragen alle die neue Vereinbarung mit", zeigte sich Valentin froh.
Das Rathaus gab der Runde Kaffee und Brötchen aus - mit coronagerechtem Abstand. Renate Wöllner