Gemeinde Pöhl zählt Bäume

Die Gemeinde Pöhl muss in den nächsten Monaten 900 Bäume entlang von 29 Kilometern Gemeindestraßen begutachten und katalogisieren.

Jocketa/Pöhl - Die Baumzählaktion gab Bürgermeisterin Daniela Hommel-Kreißl während der letzten Gemeinderatssitzung bekannt. Grund für diese Maßnahme sei die regelmäßige Kontrolle der gemeindeeigenen Bäume an öffentlichen Straßen und Plätzen. "Wenn jemand zu Schaden kommt durch herabstürzende Äste, bekommen wir mit der Versicherung Probleme", klärte die Ortschefin die Anwesenden auf.

Für eine fachgerechte Erfassung müsste die Gemeinde 7000 Euro einplanen. Hinzu kommen Kosten für Soft- und Hardware, so dass insgesamt mit rund 17 000 Euro zu rechnen sei. Eine so hohe Summe sei momentan im Haushalt unmöglich, bekräftigten mehrere Gemeinderäte. Holger Röhn (Verein Erhalt Pöhl) sprach zwar von einer sehr ausführlichen Tischvorlage, aber es ginge nicht hervor, ob eine Verpflichtung für ein Baumkataster besteht. Eine Sichtprüfung und Zustandskontrolle sei wichtig, aber das Geld für die Beauftragung eines Büros fehle.

SPD-Gemeinderat Werner Kirsten sprach davon, dass eine normale Begehung und visuelle Erfassung keine 100-prozentige Lösung sei, aber erst einmal die kostengünstigste. Die Gemeindeverwaltung wurde aufgefordert, bei der Versicherung zu prüfen, ob ein Baumkataster zwingend notwendig sei. Eventuell sollten die 7000 Euro für die Erfassung ausgegeben werden und ein Bauhofmitarbeiter als Gutachter qualifiziert werden. Ein 4-Tage-Lehrgang kostet etwa 200 Euro und ist auf lange Sicht die beste Möglichkeit. Die Entscheidung wurde auf die nächste Gemeinderatssitzung verschoben. G. K.