Geldsammlung für neue Kirchenglocken in Elsterberg

Derzeit wird ein Schwingungsgutachten für den Kirchturm erstellt. Das berichtete Stadtrat Heiko Hoyer (Gemeinsam für Elsterberg) zur jüngsten Ratssitzung auf Anfrage von SPD-Stadtrat Andreas Oberlein zum Stand der Geldsammlung für neue Kirchenglocken. Für das Gutachten seien die Gelder vorhanden, sagte Hoyer, der auch Kirchvorstandsmitglied ist. Insgesamt wurden schon 6000 Euro gesammelt - wir berichteten.

Stadtrat Oberlein schlug dazu vor, aus dem Stadthaushalt Gelder zum Kauf neuer Glocken zur Verfügung zu stellen. Was Bürgermeister Volker Jenennchen mit dem Hinweis beantwortete: "Im Haushalt 2010 sind Gelder für die Kirche vorgesehen".

 

Blickt man in das Papier, so wird deutlich, dass dort 5000 Euro für den Friedhof vorgesehen sind. Dazu sagte Kämmerer Jürgen Claus: "Der Friedhofsbetrieb ist eigentlich eine kommunale Angelegenheit. Dankenswerterweise kümmert sich die Kirchgemeinde aber um den Friedhofsbetrieb, was die Stadt jährlich finanziell unterstützt." Woher Bürgermeister Volker Jenennchen also das Geld für die Glocken aus den ohnehin "engen" Haushalt 2010 nehmen will, musste der Kämmerer offen lassen. Das Stadtoberhaupt war nicht erreichbar.

 

Hauptamtsleiterin Ute Trommer sagte dazu: "Es wird kein Geld ausgegeben, was nicht vorhanden ist." So gibt es laut ihrer Aussage für die Glocken keine Haushaltsstelle. Je nachdem, wie hoch der Betrag sein wird, entscheiden Bürgermeister (bis 5000 Euro), Finanzausschuss (bis 25 000 Euro) oder Stadtrat über die Ausgabe. "Wir haben in der Dienstberatung noch noch darüber geredet", sagt Frau Trommer und geht nach eigenen Worten davon aus, dass erst im Lauf des Jahres 2010 eine Entscheidung darüber fällt. Fakt sei, auch das machte sie deutlich: "Die 5000 Euro im Haushalt kriegt der Friedhof." j. st.