Geld für abrissbedrohte Immobilie

Plauen - Eigentlich handelt es sich bei den 232 800 Euro um so genannte Durchlaufmittel. Kosten, an denen die Stadt nicht beteiligt ist, weil sie von Bund oder Land zur Verfügung gestellt werden.

 

Wofür aber, das stieß am Donnerstag dann doch auf das Interesse der Mitglieder des Finanzausschusses. Handelt es sich doch um einen bisher eher unbekannten Fördertopf, der für die Besitzer sanierungsbedürftiger Immobilien gedacht ist.

 

Daraus finanziert werden können Sicherungsmaßnahmen an Gebäuden, die in einer bestimmten Frist saniert werden sollen. So können sich die Besitzer des Hauses Pausaer Straße 54 über 80 000 Euro, die des Gebäudes Eugen-Fritzsch-Straße 36a ebenfalls über diese Summe und der Eigner der Immobilie Bleichstraße 7 über 73 000 Euro freuen. Vorgesehen ist das Geld, wie mehrfach betont wurde, für dringende Sicherungsmaßnahmen.

 

Da private Investoren einen derartigen Antrag nicht stellen können, sprang quasi die Stadt ein, die die Mittel nun weiterleitet. An den Erhalt der Förderung gebunden ist allerdings die Sanierung innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens, der Zuschuss selbst muss nicht zurück gezahlt werden, Gebühren fallen ebenfalls nicht an.

 

Von dieser Möglichkeit zeigten sich selbst einige Stadträte überrascht und regten an, im Amtsblatt entsprechend darüber zu informieren. WbG-Chef Hellfried Unglaub ergänzte, dass sich Interessenten an die Sächsische Aufbaubank wenden können, die mit einer Außenstelle - der einzigen in Sachsen - in Plauen verteten sei.  tp