Geld fließt für 26 Hochwasserschäden

Weischlitz - In seiner jüngsten Sitzung segnete der Gemeinderat Weischlitz den vom Freistaat Sachsen bestätigten Wiederaufbauplan zur Beseitigung der Juni-Hochwasserschäden. Zugleich beauftragte er die Verwaltung, Förderanträge für die Einzelmaßnahmen zu stellen.

Von 28 beantragten Maßnahmen wurden 26 vom Land Sachsen genehmigt. Die Anschaffung einer mobilen Hochwasserschutzwand und die Wiederherstellung des Fernwanderwegs Butterweg/Jacobsweg wurden abgelehnt. Rund 2,49 Millionen Euro stellt der Freistaat für die Schadensbeseitigung zur Verfügung. Es wurde außerdem beschlossen, die Firma Barthel Sportanlagen GmbH aus Großwig mit der Instandsetzung und Sanierung des Hauptplatzes des FSV Bau Weischlitz zu einem Bruttoangebotspreis von 64.366 Euro zu beauftragen. Der Nebenplatz für den Nachwuchsbereich wurde bereits in Eigenregie durch den Verein neu aufgebaut. In der kommenden Sommerspielpause soll der sehr stark vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogene Hauptplatz komplett saniert werden. Insgesamt sind für alle Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten am Sportplatzgelände im Wiederaufbauplan rund 148.000 Euro vorgesehen.

Das Sorgenkind Mühlgraben wird die Verwaltung ebenso wie den Gemeinderat noch öfters beschäftigen. Rund 1,16 Millionen Euro sind eingestellt, um die Wehre instand zu setzen, die Ufer zu befestigen, für die Sedimentberäumung des kompletten Mühlgrabens und die Neuanbindung zur Einleitung der Straßenentwässerung im Bereich der Alten Furth veranschlagt. Zunächst wurde einer Machbarkeitsstudie zur Abflussminderung und Verbesserung der Durchleitung des Mühlgrabens in Auftrag gegeben. Mit einbezogen werden Schafgraben, Deichselbach und Fischteich Untere Burg, welche in den Mühlgraben münden.

Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe zu einem Preis von 17.970 Euro an das Umweltbüro GmbH Vogtland nachträglich zu und beschloss zugleich das Vermessungsbüro Keßler und Puggel zu einem Preis von 12566 Euro mit den Vermessungsarbeiten für einen Lage- und Höhenplan zu beauftragen. Die Vermessungsleistungen beinhalten den Gewässerabschnitt auf einer Länge von rund 1650 Metern. Außerdem wurden Bürgermeister und Verwaltung mit der kurzfristigen Vergabe von Planungs- und Bauleistungen des Wiederaufbauplans ermächtigt, sofern die Frist bis zur nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung zu lang ist. Damit will man alles zügig abarbeiten. Der Gemeinderat ist in der nächsten öffentlichen Sitzung über die Auftragsvergabe zu informieren. Juliane Seiler

Hochwasser 2012 in Weischlitz...