Geht Plauener "Aquarium" bald baden?

Im Rathaus wird derzeit emsig gewerkelt. Während die bisherigen umfangreichen Arbeiten innerhalb des Gebäudes mehr oder weniger unbemerkt von der Bevölkerung vor sich gehen, stehen die größten Brocken noch aus und werden die nächsten Monate in Anspruch nehmen.

 

Zum einen steht die Erneuerung der Aufzugsanlage an. Ein behindertengerechter Fahrstuhl ist über das Archiv im Lichthof zu nutzen. Zwei weitere still gelegte Aufzüge, die bisher nur bis in die dritte Etage fuhren, sollen demontiert, saniert und der Aufzugsschacht umgebaut werden. Durch eine Erweiterung werden diese dann bis in die vierte Etage nutzbar sein.

Außerdem sind die Haltepunkte zukünftig direkt vom jeweiligen Geschoss ohne wie bisher die Überwindung von Stufen möglich. 600 000 Euro, davon 480 000 Fördermittel aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz", kostet das Projekt. Weiterhin steht der Ausbau des Serverraumes in einem Teil des Sockelgeschosses, eine Etage unter dem Erdgeschoss, an.

Der bisherige Abstellraum bekommt einen angehobenen Fußboden zur Überwindung des unterschiedlichen Höhenniveaus, sowie zur Unterbringung der Leitungen. Zwei angrenzende Zimmer werden entkernt und als Abstellraum genutzt. Eine Klimaanlage dient zur Kühlung der Serverschränke, außerdem muss die Brand- und Einbruchmeldeanlage geringfügig erweitert werden. Mit etwa 111 000 Euro Fördermitteln kostet der Umbau 139 000 Euro.

 

Nächstes Jahr wird mit der Planung der Fassade des Neuen Rathauses begonnen. Ein Rück- oder Neubau sind dafür vorgesehen. An der Glasfront, so der Chef der Gebäude- und Anlagenverwaltung, Peter vom Hagen, müsse dringend etwas getan werden. 1967 sei mit der Planung begonnen worden, fünf Jahre später erfolgte die Fertigstellung. Welche Optik der Bereich dann allerdings erhalten wird, sei noch völlig offen.

 

Sicher werde der Stadtrat Vorgaben machen. Ein angedachter Architektenwettbewerb im nächsten Jahr werde sicher für Diskussionsstoff sorgen. An den Ebenen solle sich nichts ändern, doch die strukturelle Nutzung sei zu überdenken. Im Moment befinden sich hinter der Scheibenfront der Ratssaal sowie Büroräume. Mit Baukosten in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro rechnet der GAV-Chef. Der Bau selbst könne jedoch nicht vor Ende 2012 beginnen. Erst dann sollen die Bereiche des Landkreises wieder aus dem Rathaus ausgelagert sein, wenn sich wohl wie geplant das ehemalig Hortengebäude zum Landratsamt gemausert hat. S. Rössel