Gasthof in Altensalz abgesoffen

Wer am Mittwochvormittag in Richtung Altensalz fuhr, konnte die Spuren des Unwetters vom Vorabend sehen: Überall liegen abgebrochene Äste, bis einige Meter weit auf die Felder geschleudert.

Die Straße von Voigtsgrün ist vom Ortseingang Altensalz mit einer Schlammschicht überzogen und rund um die Kreuzung der Dorfstraße sind die Bewohner mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. "Kurz vor 20 Uhr ging es mit Starkregen und Sturm los", erzählt Familie Möckel, die den Gashof Altensalz betreibt.

Die Gaststättenbesitzer hat es nach eigenen Worten besonders schlimm getroffen: Durch das Überlaufen des erst vor einigen Monaten gebauten Teiches am Ortseingang wurde Schlamm und Geröll bis vor ihren Hauseingang gespült. Vom Podest aus teilte sich der Schlammstrom und folgte der Straße in Richtung Kirche beziehungsweise um das Gebäude der Gaststätte "Altensalz" herum. Die zähflüssige Masse bahnte sich ihren Weg in den Heizungskeller und stieg auf 15 Zentimeter Höhe. Möckels hatten bis zum Morgengrauen den Keller wieder leer, wie sie berichten.

Bis die Straße wieder frei war, dauerte es einige Stunden länger. Vor allem Richtung Kirche hatten Anwohner und Helfer zu tun. Der kleine Teich muss saniert werden. Die am Ufer zur Befestigung abgelegten Steine hatten die Wasser- und Schlammmassen über die Straße ins Dorf gerollt. "So schlimm war es noch nie", die Anwohner schütteln den Kopf und wollen Sandsäcke bevorraten, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung sagen.