Gartenstraße liegt im Plan

Beim Bau der Gartenstraße in Oelsnitz geht es voran. Die Anwohner-Straße und Zufahrt zu Schloss Voigtsberg ist voll gesperrt.

Von Renate Wöllner

In einem Gemeinschaftsprojekt mit den Oelsnitzer Stadtwerken und dem ZWAV steckt die Kommune aus eigener Tasche - ohne Fördermittel - viel Geld. Die Forderung, die schadhafte Straße zu sanieren, hatte den Stadtrat jahrelang beschäftigt. Erneuert beziehungsweise verlegt werden in dem 400 Meter langen, 4,50 Meter breiten Straßenzug mit der Straßendecke sämtliche - extrem dicht liegende - Versorgungsleitungen und das neue Breitband-Kabel.
Den Zuschlag für die Gesamtbauleistung zum Angebotspreis von rund 589 350 Euro erhielt Anfang Februar die Firma Hoch- und Tiefbau Crossen Lars Müller aus Zwickau als günstigster Bieter vom Stadtrat. Es gab insgesamt sechs Angebote. Als Teilleistungen entfallen auf die Stadt für Baustelleneinrichtung und Verkehrsanlage rund 318 433 Euro. Die Kostenschätzung hatte bei 322 000 Euro gelegen. Der Auftrag werde zügig und reibungslos abgearbeitet. "Wir liegen voll im Ablaufplan", sagte Stadtbaumeisterin Kerstin Zollfrank nach der Bauberatung, so dass Optimismus herrscht angesichts des angepeilten Abschlusses der Arbeiten bis zum 30. September. Unmittelbar an die Gartenstraße grenzt das Areal des ehemaligen Kreiskrankenhauses. Die ewig leerstehende Immobilie ist seit Jahresanfang im Besitz des Oelsnitzer Unternehmens Anfatec Instruments AG, welches mit dem Gebäude einiges vorhat. Es soll nach Umbau und Teilabriss neuer Firmensitz werden. Die Inhaber zeigen viel Verständnis für die Straßenbauarbeiten, lobte die Stadtbaumeisterin. So dürfen Baufahrzeuge die Zufahrt über das Grundstück nutzen und Anwohner hier parken - eine dankenswerte Erleichterung in der schwierigen Situation.