Galerie Forum K: Im Bann der schwarzen Farbe

Junge und unkonventionelle Kunst mit einem deutlichen Hang zum Düsteren: Unter dem Titel "Eusepia" wird am Freitag Abend in der Galerie Forum K auf der Bahnhofstraße eine neue Ausstellung eröffnet.

Plauen - Es ist ziemlich viel Schwarz zu sehen - auf den Bildern, an der Wand, auf dem Boden. Düster ist die Bildsprache von Katrin Lehmanns Malereien und Fotografien. Ein Film erlebt seine Premiere. Abgerundet wird die Vernissage vom Improvisationskonzert der Band "Arbeitskreis für moderne Instrumentalmusik" (AFMI).

Im Mittelpunkt stehen am Freitagabend nicht nur die Werke der jungen Künstlerin, sondern der Raum mit seinen Gästen als Gesamtereignis: "Man sollte sich die Ausstellung mit der Musik zusammen ansehen. Zuschauer, Musik, Film und Ausstellung entfalten erst zusammen eine Wirkung - das bedingt alles einander", erklärt Lehmann. Katrin Lehmann lebt die künstlerische Vielfalt. Die gebürtige Vogtländerin hat an der Hochschule für bildende Künste in Dresden Theaterausstattung/ Maskenbild studiert und wohnt nun in Chemnitz. "Ich beschäftige mich mit Malerei, Fotografie und Grafikdesign, gern arbeite ich an Covergestaltungen für befreundete Bands", erzählt Lehmann.

Für die Plauener Band Mother Engine habe sie beispielsweise die kompletten Artworks gestaltet. Auch am aktuellen Video der Rockband Polis hat Katrin Lehmann als Ausstatterin mitgewirkt. Doch wie genau wird die Vernissage am heutigen Abend ablaufen? Katrin Lehmann legt den Fokus sehr auf die visuelle Präsentation: "In erster Linie erwartet die Gäste am Freitag die Vorführung des Films ?Eusepia?, den ich gemeinsam mit Johannes Plank gedreht habe". Inhaltlich gibt es einen engen Zusammenhang zwischen dem Film und den Bildern. "Letztendlich sind die Bilder übermalte Acrylmalereien. Das erklärt sich aus dem Film", so Lehmann.

Hinzu kommen verschiedene Fotografien, die sich mit dem menschlichen Körper beschäftigen. "Nacktheit, Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein", so beschreibt die junge Künstlerin die zentralen Thematiken der präsentierten Werke. Man habe nur sich selbst und seine Gedanken, über allem stehe die schwarze Farbe. Ein düsteres Konstrukt, das bei den Gästen mit Sicherheit Aufmerksamkeit erregen wird. Das Forum K wird seine Türen am Freitagabend 19.30 Uhr öffnen, etwa 20 Uhr beginnt die Filmvorführung.