Gäste aus Nischnij Nowgorod in Plauen

Als im Jahre 2004 erstmals ein Jugendaustausch zwischen dem Plauener Jugendzentrum und der freien Kirchgemeinde Popeda Nischnij Nowgorod stattfand, waren sich beide Seiten einig, diese Begegnung künftig fortzusetzen. Und nun ist dieser Jugendaustausch, der sowohl in Plauen und in Nischnij Nowgorod durchgeführt wird, längst zu einer guten Tradition geworden.

 

Nachdem vor zwei Wochen junge Leute aus dem Vogtland in der 3000 Kilometer entfernten bekannten russischen Stadt weilten, trafen am späten Montagabend 13 Jugendliche aus Nischnij Nowgorod in der Vogtlandmetropole ein. Die mittlerweile 6. Auflage des Jugendaustausches begann gestern mit einem Brunch im Jugendzentrum Boxenstop, wo sich Gäste und Gastgeber bei mehreren gemeinsamen Aktionen kennenlernten, bevor mit einem Ausflug zur Göltzschtalbrücke das umfangreiche Aktionsprogramm startete.

Die zwischen 12 und 25 Jahre alten jungen Leute werden am heutigen Mittwoch nach einem Treffen mit dem Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer die Spitzenstadt bei einem Rundgang erkunden und zudem vom Rathausturm auf Plauen blicken, bevor am Nachmittag im Boxenstop ein Workshop vorbereitet wird. "Die Begegnung mit den fremden Kulturen sind für beide Seiten immer eine Bereicherung und man lernt immer wieder Neues kennen", betont Christin Zenker vom Jugendzentrum Boxenstop. Und Julia Bush hebt besonders das "persönliche Engagement" hervor "womit der Jugendaustausch von beiden Seiten ständig belebt wird". Und wenn Julia Bush noch hinzufügt, dies alles "schon fast eine junge Familie ist", hat das für die sympathische Plauenerin ganz besondere Bedeutung.

Beim ersten Jugendaustausch 2004 lernte Julia, die damals noch Schilling hieß, Ivan aus Nischnij Nowgorod kennen und bereits im Jahr darauf haben sie geheiratet. Im vergangenen August kam ihr Sohn Timothy auf die Welt. Mit knapp einem Jahr ist Timothy der jüngste Teilnehmer eines interessanten und sehr vielfältigen Jugendaustauschs. Bevor die Vogtländer und ihre Gäste am Samstagnachmittag zum Missio-Camp an die Elbe aufbrechen, werden sie bei Sport, Spiel, Wanderung und Workshops und weiteren Aktivitäten in und um Plauen viel erleben und natürlich mit großem Ideenreichtum schon auf den beiderseitigen Austausch im nächsten Jahr vorausblicken.  Jürgen Preuß