Fusion durchgeboxt

Vor 18 Monaten war es eine Vision, nun ist die Idee perfekt. Die AWO-Kreisverbände Auerbach und Plauen fusionieren zum größten zentralen Sozialbetrieb des Vogtlandes.

Auerbach/Plauen -   Bereits in wenigen Wochen gibt es dazu die erste gemeinsame Mitgliederversammlung. Nach allen notwendigen Formalitäten ist dann spätestens im September 2019 der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Vogtland e.V. am Start. 
Katrin Schmidt, Geschäftsführerin der Auerbacher AWO, freut sich auf das Kommende. "Durch den Zusammenschluss können wir unsere vielfältigen Betreuungsaufgaben und Dienstleistungen noch besser erfüllen. Die neue Struktur wird uns eine sehr effiziente Arbeit zum Wohle der uns anvertrauten und vertrauenden Menschen ermöglichen. Das Wichtigste aber ist: kein AWO-Mitarbeiter, egal ob in Plauen und Auerbach, braucht Sorge um seinen Arbeitsplatz zu haben. Im Gegenteil: wir suchen weiteres Fachpersonal", betont Frau Schmidt.
Nach vollendeter Fusion stellt sich die AWO Vogtland als eines der größten regionalen Unternehmen im Sozial-Bereich dar. Insgesamt sind dann rund 700 Mitarbeiter unter "einem Dach". Aus dem Bereich Auerbach kommen 450, aus Plauen 200 sowie zusätzlich rund 30 Auszubildende. 
"Durch die Fusion wird eine gemeinsam Direktionsebene entstehen. So können wir vieles schneller, unbürokratischer und im Interesse unserer Mitarbeit planen. Zum Beispiel den gegenseitigen Fachkräfteaustausch, Arbeitszeitregelungen, Vertretungen oder das jeweilige Einsatzgebiet", erklärt Katrin Schmidt
Ein weiterer großer Vorteil der Fusion liegt im betriebswirtschaftlichen Bereich. "Wir können zukünftige Verträge mit Energieversorgern oder Material-Zulieferern wesentlich effizienter und kostengünstiger verhandeln", erklärt die AWO-Chefin.
Natürlich wurde das Projekt "Fusion" zunächst nicht von allen Mitarbeitern mit Zustimmung aufgenommen. Einige äußerten Zweifel an den Vorteilen, andere Ängste vor Veränderungen. Durch intensive Einzelgespräche konnten diese Problemstellungen jedoch abgebaut werden. "Es ist uns gelungen, den Fusionsgedanken transparent und nachvollziehbar zu vermitteln. Aktuell stehen alle unsere Teams hinter dem Vorhaben. Dafür möchte ich mich schon jetzt einmal bei allem Mitarbeiter aus Auerbach und Plauen bedanken", so Frau Schmidt.
Intensive Überlegungen gab es zum künftigen Verwaltungsitz der neuen AWO Vogtland. Prämissen dabei waren die gute Erreichbarkeit und Servicefreundlichkeit. In Auerbach wird die AWO-Geschäftsführung im ehemaligen Arbeitsamt an der Göltzschtalstraße ihren Verwaltungskomplex eröffnen. In Plauen findet dies im Haus Sonnenhof am Kastanienweg seinen Platz. Durch die Größe der AWO Vogtland bedingt, wird es ab August einen zweiten Geschäftsführer geben. Michael Hummel, der sich seit 25 Jahren bereits im Vorstand der AWO engagiert, wurde dazu berufen.     Hagen Hartwig