Fund in Oelsnitz wirft Fragen auf

Oelsnitz - Bei dem archäologischen Fund auf einem Eigenheimgrundstück in der Schönecker Straße 46 in Oelsnitz handelt es sich um ein Lappenbeil, das mit einiger Vorsicht um 1200 vor der Zeitrechnung - in die Jungbronzezeit - zu datieren ist. Darüber gab Dr. Dr. Christiane Hemker, die Leiterin des Gebietsreferates Chemnitz des Landesamtes für Archäologie in Dresden Auskunft.    Dort befindet sich das Bronzeteil jetzt. Die Bezeichnung kommt von den beiden lappenförmigen Einwölbungen, mit denen ursprünglich der Beilschaft justiert wurde. Kurz nach dem Fund, auf den Birgit und Thomas Lehniger nach Schachtarbeiten in ihrem Garten stießen, untersuchten zwei Grabungstechniker des Landesamtes mit einem Metalldetektor das Gelände. Weitere archäologische Funde wurde dabei nicht entdeckt.    Damit handelt es sich bei dem Axtkopf um einen einzelnen Lesefund, dessen Problem es ist, dass er nicht in einem archäologischen Kontext steht, erklärt Hemker. Die Frage stelle sich jetzt, wo "das Ding" herkommt. Dabei sei auch zu prüfen, ob es sich womöglich um den Sammelgegenstand eines Altvorderen handle. Das sei Anliegen der Restaurierung, die "eine langwierige Geschichte" ist. Dr. Christiane Hemker bezeichnet das Lappenbeil als "einen sehr schönen Fund", den ersten in diesem Bereich. Um die 90 derartige Objekte wurden bisher in Sachsen geborgen.  R.W.