Fünf stellen sich erneut zur Wahl

Zur Wahl des Plauener Oberbürgermeisters stellen sich am 4. Juli nur noch fünf Kandidaten. Ingo Eckardt und Thomas Haubenreißer sind zurückgetreten.

Von Stephanie Rössel

Plauen Seit Freitagabend 18 Uhr steht fest, dass sich fünf von sieben Kandidaten am 4. Juli dem zweiten Wahlgang stellen.


Steffen Zenner (CDU), Silvia Queck-Hänel (unterstützt von SPD, Linke, Grüne), Thomas Kaden (Freie Sachsen) sowie die Einzelkandidaten Lars Buchmann und Andreas Ernstberger stehen weiterhin für das Kreuz auf dem Wahlzettel zur Verfügung.


Ein Duo tritt nicht mehr an. Einer deutete dies in den Sozialen Netzwerken an, der zweite gab das am Freitagvormittag offiziell bekannt.


Thomas Haubenreißer bedankte sich bereits am Dienstag bei allen Plauenerinnen und Plauenern, die an der Wahl teilgenommen haben und das Kreuz für ihn gesetzt haben. Er gratulierte allen anderen und wünscht von Herzen das Beste. "Wer auch immer am Ende die Wahl für sich entscheidet - unterstützen Sie unsere Stadt. Gehen Sie darum erneut wählen und seien Sie Teil der Zukunft unserer Heimat", postete er auf seinem Facebook-Account.


Dass er sich nicht mehr zur Wahl stellt, gab gestern Vormittag Ingo Eckardt bekannt. In den vergangenen Wochen habe er viel gelernt, sich aber auch die Fragen gestellt, woran es gelegen hat, dass er nur 8,3 Prozent der Stimmen holen konnte. "Ich denke, dass die 2077 Plauener, die mir ihre Stimme gegeben haben das ganz bewusst getan haben. Ich habe mich nun entschieden, nicht mehr anzutreten und meinen Wählern den CDU-Kandidaten Steffen Zenner zu empfehlen", so Eckardt. Zenner habe sich bereit erklärt, neben den Themen, die auch in seinem Wahlprogramm zu finden sind, auch drei zentrale Inhalte aus dem Programm von Ingo Eckardt zu übernehmen. Das seien Gespräche um eine Fachhochschule oder Hochschule, die Gründung eines Bürgersozialvereines sowie eine Art Modellprojektes in Form einer Shuttlebusverbindung, die den ÖPNV in Plauen zukunftsfähiger machen soll. Während des Wahlkampfes habe seine Funktion als Fraktionssprecher der CDU geruht. "Sicher war das am Anfang nicht so einfach, dass sich neben dem von der Fraktion benannten Kandidaten ein weiterer aus den ersten Reihen zur Wahl stellte. Inzwischen herrsche wieder ein gutes Miteinander und die Gräben sind zugeschüttet. Ich glaube, dass auch in der Fraktion schnell Einigkeit herrschen werde, dass Ingo Eckardt wieder als Sprecher seine Tätigkeit aufnimmt", sagt der Fraktions- und Stadtverbandsvorsitzende der CDU, Jörg Schmidt.


Sich im nächsten Jahr der Wahl zum Landrat zu stellen, könne sich Eckardt nicht vorstellen. Für ihn stehe Plauen als Stadt im Fokus, sagt er. Sollte Steffen Zenner die Wahl zum Oberbürgermeister gewinnen und die Stelle des Sozial- und Kulturbürgermeisters wird neu ausgeschrieben, dann werde Eckardt, falls er sich dazu berufen fühlt, darüber nachdenken, sich zu bewerben.


Wie für alle Kandidaten beginnt für Steffen Zenner die nächste Wahlkampfphase. Er möchte mit Unternehmern, Künstlern und Sportlern ins Gespräch kommen und sich auf dem Marktplatz den Bürgern für Gespräche zur Verfügung stellen.
Am 4. Juli wird die endgültige Entscheidung fallen, wer künftig das Spitzenamt der Stadt inne hat. Beim zweiten Wahlgang reicht dann die einfache Mehrheit, um Plauens 123. Stadtoberhaupt zu werden.