Führung durchs Heizwerk Bad Elster

Wie wird das Badewasser oder die Heizung warm? Diese Fragen bekam Christa Winter (rechts) am Dienstag im Fernheizwerk Bad Elster beantwortet, dem ältesten Fernheizwerk Sachsens.

Jeden dritten Dienstag im Monat (immer 14 Uhr) öffnet es seine Türen für eine Führung. Am Dienstag fanden sich fünf Kurgäste ein. Meisterbereichsleiter Daniel Riedel (links) erklärte die Dampfturbine, die 2013 neu gebaut wurde. Außerdem zeigte er die Gasturbine, die Strom erzeugt, den Hochdruckverteiler und den Stolz der sechs Mitarbeiter: Die Speicheranlage, in der 150 Tonnen Dampf gespeichert werden können. Das Fernheizwerk wurde 1898 errichtet, um das Badewasser des Kurortes zu erhitzen.

"Heute wird hier Strom und Fernwärme produziert, wir decken 80 Prozent des Wärmebedarfs von Bad Elster ab, für die Kliniken, Bäder und das Theater", sagte Riedel. Im letzten Jahr haben bei den monatlichen Führungen rund 200 Leute das Kraftwerk besichtigt. "Interessant, wie ein Heizwerk funktioniert, ich habe so etwas noch nie von innen gesehen, und die modernen Maschinen sind beeindruckend", meinte Christa Winter nach der Führung; die Nürnbergerin ist zurzeit zur Kur in Bad Elster. Katrin Mädler