Frust im Markneukirchener Jugendzentrum

Frust bei Jugendzentrum-Leiterin Tina Drahota, Mitarbeiter Dieter Wunderlich und einigen Jugendlichen: Obwohl die Einrichtung am Samstag zum "Tag der offenen Tür" eingeladen hatte, kam keiner. Potenzielle Gäste zogen wohl einen Frühlingsspaziergang vor.

Zur Erinnerung: Seit Jahresanfang wird das Jugendzentrum am Markneukirchener Bahnhof vom Sozialwerk Vogtland betrieben. Schließlich habe man im Vorfeld mit Flyern an Schulen und in Geschäften sowie im Radio reichlich Werbung gemacht, so Drahota traurig. Etwa 15 Jugendliche zwischen 16 und 20 finden von montags bis donnerstags den Weg hierher, freitags sogar rund 30.

Mit dem Schnuppertag habe man vor allem jüngere Schüler ab 12 locken wollen. Ebenso wünschte man sich Gespräche mit den Eltern, um etwa deren Vorstellungen zu hören oder Anregungen aufzugreifen. Seit Jahresanfang sind Alkohol und Qualm im Club absolut tabu. "Eltern können beispielsweise ihre Kinder im genannten Alter hier abgeben, wenn sie etwa für mehrere Stunden nicht zu Hause sind", erläutert Tina Drahota und merkt an, dass demnächst eine Hausaufgabenzeit eingeführt werden soll.

Neben der Präsentation der Angebote Billard, Darts, Tischtennis, Kicker oder Playstation war am Samstagabend eine Vorführung des Films "Into the wild" mit Bernd Müller geplant. "Vielleicht kommt ja doch noch jemand", so Tina Drahota gegen 17 Uhr mit einem Rest Zweckoptimusmus, als der allseits bekannte Bernd Müller freudestrahlend mit der Leinwand in der Hand auftaucht.

Das Jugendzentrum istmontags bis donnerstags von 14.30 - 19.30 Uhr und freitags von 15.30 bis 21 Uhr geöffnet.