Frost zerfrisst Straßen im Vogtland

Der Schnee ist weg und die Schlaglöcher da im Vogtland. Da der Winter mit Sicherheit noch nicht vorbei ist, werden auch noch einige dazukommen, die von den Straßenmeistereien geflickt werden müssen.

Plauen - Das Tauwetter hat überall im Vogtland zum Ärger der Autofahrer teilweise tiefe Schlaglöcher auf den Straßen zum Vorschein gebracht. Akute Frostschäden werden von den Straßenmeistereien bei Bekanntwerden meist umgehend geflickt. Binnen kurzer Zeit können sich bestehende Löcher durch Eis und Schnee erheblich vertiefen. Die Behörden sind für eine schnelle Ausbesserung der Löcher oft auch auf die Hinweise der Autofahrer angewiesen.

Um die Spuren des Winters zu beseitigen halten der Vogtlandkreis und auch die Stadt Plauen jährlich zusätzliche Mittel für die Schlaglochflickung bereit. Im vergangenen Jahr hat der Winter allein in Plauen Schlaglochschäden in Höhe von rund 120 000 Euro verursacht. Im gesamten Jahr über mussten für die Beseitigung der Straßenschäden fast 800 000 Euro ausgegeben werden. Die größte Stadt des Vogtlandes ist für rund 600 Kilometer Straße verantwortlich. "Auf Grund des umfangreichen Straßennetzes ist die Straßenunterhaltung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln verständlicherweise nur begrenzt möglich", sagt Kerstin Schicker, Fachbereichsleiterin Bau und Umwelt im Plauener Rathaus.

In diesem Jahr hat die Spitzenstadt für die Schadensbeseitigung rund 621000 Euro eingeplant - inklusive der Schlaglochflickung. "Erfahrungsgemäß kann eine Zustandsanalyse erst nach Abschluss der Winterperiode im April vorgenommen werden." Hilfe bei der Straßenreparatur bekommen die Kommunen durch ein Sonderförderprogramm des Landes Sachsen. Dem Vogtlandkreis standen in den letzten beiden Jahren dadurch zusätzlich gut 371 000 Euro zur Verfügung.

Insgesamt konnten damit Schäden auf den Kreisstraßen in Höhe von fast einer halben Million Euro behoben werden. "Die Kosten für die Schadensbeseitigung insgesamt belief sich 2011 auf rund 1,4 Millionen Euro und im letzten Jahr auf 1,2 Millionen Euro", sagt Dietmar Rentzsch, Amtsleiter des Bereiches Straßenunterhalt und Instandsetzung im Landratsamt. va