Freizeitpark Plohn trennt sich von Sparkasse Vogtland

Plohn - "Mit unserem El Toro ist uns der große Wurf gelungen", sagt Freizeitpark-Geschäftsführer Lutz Müller. Allerdings habe man zwei, drei Jahre gekämpft, um die Finanzierung der Achterbahn auf die Reihe zu bekommen. "Wir mussten uns von unserer Hausbank, der Sparkasse trennen.

 

Die war nicht mehr risikobereit, wollte uns nicht mehr begleiten. So haben wir unsere Achterbahn-Pläne mit der Volksbank umgesetzt", verrät Park-Inhaber Arnfried Völkel Landrat Tassilo Lenk, der gestern ein offenes Ohr für die Probleme des Freizeitpark-Unternehmens hatte. "Das ist nicht gut für die Sparkasse", kommentierte dies Lenk, der in seiner Funktion als Landrat auch als Aufsichtsratschef der Sparkasse fungiert. Mit der neuen Hausbank will man in Plohn nun so manches andere Projekt schultern. 2011 wird es das neue Plohni-Dorf mit so mancher Fun-Attraktion geben, noch zu unbestimmtem Zeitpunkt ist der Ausbau der Gewölbekeller in der "Alten Brauerei" sowie die Errichtung von einer Bungalowsiedlung vorgesehen.

 

"Langfristig wollen wir um die 600 Betten bereithalten", so Völkel. Damit wandelt sich ein Teil der noch vorherrschenden Tages- in Übernachtungsgäste. Der Weg dort hin sei manchmal beschwerlich, dauerten manche Baugenehmigungen, die man im Landratsamt einreiche mitunter bis zu einem halben Jahr. Zudem hat der Park bei Dauerregen immer wieder mit Land unter zu kämpfen, mit überschwemmten Wegen und nicht nutzbaren Wasser-Attraktionen.

 

Mit einer werbeabträglichen Bitte trat Lenk an die Park-Betreiber heran: Die CDU-Fraktion bitte darum, künftig die Saisoneröffnung aus Pietätsgründen nicht mehr auf den Karfreitag zu legen. Und auch am 31. Oktober, dem Reformationstag, der mit dem Geisterfest Halloween zusammenfällt, bekommt der Park Knüppel zwischen die Beine. Müller: "Wir durften wegen des Feiertages nur ein kleines Feuerwerk machen, Belantis aber ein großes." cze