Freie Fahrt in Rodewisch

Autofahrer im Göltzschtal können Aufatmen: Die Kreuzung der Bundesstraßen 94 und 169 in Rodewisch ist für den Verkehr wieder befahrbar.

Rodewisch - "Drei Bürgermeister brauchte es, um dieses Projekt zu verwirklichen", sagte Günter Schlott, Abteilungsleiter Planung und Straßenbau im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, Niederlassung Plauen, mit einem Augenzwinkern zur offiziellen Übergabe des Knotenpunktes am Mittwoch in Rodewisch. Er spielte dabei weniger auf die vierjährige Bauzeit an, sondern meinte die fast 17-jährige Planungs- und Vorbereitungszeit bis zum Baustart. In dieser Zeit hatten mit der heutigen Bürgermeisterin drei Personen das Amt des Stadtoberhauptes von Rodewisch inne.

Nachdem der Verkehr durch die Stadt bereits seit einigen Tagen wieder ungestört rollt, gaben Landrat Dr. Tassilo Lenk, Bürgermeisterin Kerstin Schöniger, Vertreter des Abwasserzweckverbandes, der Energieversorger und beteiligte Baufirmen am Mittwoch die Fahrspuren in einer Feierstunde auch offiziell frei. Mit einem Korso aus zwölf Fahrzeugen des Vogtländischen Oldtimer-Clubs Oelsnitz wurden die neuen Trassen unter die Räder genommen. "Damit ist der seit Jahren am höchsten belastete Verkehrsknotenpunkt des Vogtlandes zwischen Lengenfeld, Auerbach und Wernesgrün entschärft", so das Fazit.

"Es wurden rund fünf Millionen Euro durch Bund, Land, Vogtlandkreis und der Stadt Rodewisch in das Verkehrsprojekt investiert", sagte Landrat Lenk und betonte die Wichtigkeit der Baumaßnahme für die strukturelle Anbindung des Kreises an das Verkehrswegenetz. "Entscheidend für potenzielle Investoren ist neben dem Vorhandensein von Fachkräften, die Schnelligkeit der Erreichbarkeit von Autobahnen. Der Bauabschluss ist dazu für das Vogtland ein wichtiger Schritt."