Freie Fahrt in Reuth

Das geteilte Reuth ist wieder vereint. Am Donnerstag wurde die neue Brücke bei der Recyclingfirma für den Verkehr frei gegeben.

Reuth - Lindenprinzessin Jeanette Breitsprecher und Hans-Jürgen Michel, Geschäftsführer der Derichebourg GmbH, durchschnitten auf der Westseite der Brücke das Band. Wenig später taten dies Reuths Bürgermeister Ulrich Lupart und Thomas Kästner vom Hallenser Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen, der im Auftrag der Deutschen Bahn die Bauüberwachung inne hatte, auch auf der Ostseite.

Gut 1 Million Euro kostet das Bauwerk, informierte Bürgermeister Ulrich Lupart: 55 Prozent der Bausumme trägt die Gemeinde, den Rest die Deutsche Bahn. Die Kommune zahlt nur 120 000 Euro, der 90-prozentige Rest des Gemeindeanteils sind Fördermittel. Vor einem Jahr war der Auftrag vergeben worden und im November/Dezember erfolgte der Abriss der alten Brücke. Planer Walter Schierjot: "die Brückenlänge beträgt 30 Meter, die lichte Weite der Durchfahrt im Gleisbereich 12 Meter und die lichte Höhe 6 Meter, ebenso breit ist auch die Fahrbahn auf der Brücke, die mit einem Fußweg in Fahrtrichtung Hof versehen ist.

Insgesamt 310 Meter Straße wurden beidseitig der Brücke neu gebaut. Dazu in Reuth-Ost eine neue Zufahrt zur Brücke. Diese ist zwar für Lkw bis 40 Tonnen frei gegeben, aber nicht die Zufahrtsstraße ab Einmündung von der Dehleser Straße. Die wird auf etwa 300 Meter in Richtung Brücke nur für einen Verkehr bis 3,5 Tonnen frei gegeben. "Auf Grund der Straßenlage mit den engen Kurven kann da kein Lkw durchfahren", sagte Bürgermeister Lupart.

Die derzeit noch in Betrieb befindliche innerörtliche Umleitungsstrecke wird bis zur Fertigstellung der anderen Reuther Brücke im Zuge der S 311 an der Kreuzung Bahnhofstraße/Schleizer Straße/Gefeller Straße aufrecht erhalten, fügte der Bürgermeister hinzu. Jürgen Stefaniak