Freie Fahrt für Bahnhof Mitte

Plauen - Baubeginn ist im nächsten Jahr. Dann soll in der Nähe der Stresemann-Brücke der neue Bahnhof Plauen-Mitte entstehen - für 9,5 Millionen Euro. Heute gibt es einen Termin vor Ort. Zur Standortbesichtigung mit Vertretern der Landesdirektion Chemnitz werden Einzelheiten des Vorhabens besprochen, so Verkehrsplaner Hagen Brosig von der Stadtverwaltung.

Finanziert wird die Verkehrsschnittstelle von verschiedenen Partnern. So zahlt der Zweckverband öffentlicher Personennahverkehr 12,5 Prozent der Kosten. Genau so viel wie die Stadt Plauen, die schon dieses Jahr für Planungsleistungen 675 000 Euro in den Haushalt eingestellt hat. 75 Prozent der Investition von fast zehn Millionen Euro gibt der Freistaat.

Der neue Bahnhof schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe. Hier kreuzen sich verschiedene Straßenbahn- und Stadtbuslinien mit Regionalbuslinien (Plauen-Falkenstein) und mit der Eisenbahnstrecke nach Gera beziehungsweise Eger. Außerdem soll der neue Bahnhof den Unteren Bahnhof ersetzen. Dieser hat immer mehr an Zuspruch eingebüßt und macht auch optisch keinen guten Eindruck mehr. Berechnet wurde, dass der Untere Bahnhof von rund 7000 Bürgerinnen und Bürgern problemlos erreicht werden kann; zum neuen Bahnhof Mitte gelangen innerhalb von zehn Minuten rund 35 000 Menschen.

Vorgesehen sei auch, so Hagen Brosig, die Züge der Elstertalbahn nicht mehr aller zwei Stunden, sondern im Ein-Stunden-Takt verkehren zu lassen.

Konkret soll beim Bau des neuen Bahnhofes die alte Eisenbahnbrücke über die Reichenbacher Straße abgerissen werden und einer neuen Brücke Platz machen. Zu den Bahnsteigen werden Fahrstühle, eine Treppe und Rampen führen. Auf das Gelände unter der dann neuen Brücke werden die Haltstellen für Straßenbahn und Busse verlegt. Auch großzügige Parkflächen sollen entstehen. Darüber und über die Fördermöglichkeiten soll heute vor Ort geredet werden: mit dem neuen Referatsleiter der Landesdirektion und den Fachleuten aus Plauen.  L.B.