Freibäder melden mehr Gäste als 2012

In den Freibädern klingeln angesichts der sommerlichen Temperaturen die Kassen. Das ist in den Bädern Preißelpöhl und Haselbrunn nicht anders. In letzterem waren bisher schon 1000 Besucher mehr als im gesamten Vorjahr.

Plauen - Der Chef der Freizeitanlagen Plauen, Ronny Adler, hat die aktuellen Zahlen im Kopf - Ausdruck auch dafür, dass er mit der momentanen Auslastung "seiner" beiden Freibäder durchaus zufrieden ist. Mit Stand vom Montag dieser Woche zählte das Haselbrunner Bad 23 000 Besucher - das sind schon jetzt rund 1000 Gäste mehr als im gesamten Vorjahr. Das "Naddel" verzeichnet mit 22 500 Badefreudigen zwar ähnlich gute Werte, allerdings tummelten sich im Vorjahr insgesamt 26 000 Besucher auf den Liegewiesen und im kühlen Nass.

Während das Ergebnis von 2012 also durchaus noch zu "knacken" ist, werde man selbst in Haselbrunn an den Topwert von 2003 wohl nicht mehr rankommen, schmunzelt Adler. Damals wies die Statistik überaus erfreuliche 50 000 Besucher aus. Realistisches Ziel für die laufende Saison? "30 000 wäre eine schöne Besucherzahl", meint Adler. Normalerweise seien die Freibäder ja von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet, "aber wir orientieren schon darauf, dass beide Freibäder so lange zur Erfrischung einladen, wie das Wetter in diesem Jahr schön bleibt", ergänzt er.

Und auch was die tägliche Öffnungszeit betrifft, sei man flexibel. Die Frühschwimmer, die täglich ihre Bahnen im Haselbrunner Bad ziehen, nehmen die Zeit zwischen 7 und 8 Uhr gern an, danach steht die Anlage in der Ferienzeit von 8 bis 20 Uhr allen großen und kleinen Besuchern zur Verfügung. Und wenn es die Temperaturen zulassen, schaut der Bademeister mehr auf die Badewilligen als auf die Uhr - dann wird kurzfristig entschieden, bis 21 Uhr zu öffnen. Da sind die beiden zusätzlichen Arbeitskräfte - drei in Haselbrunn, zwei im "Naddel" - natürlich willkommen, denn mehr Gäste bedeuten letztlich auch mehr anfallende Arbeit. Schließlich will kein Besucher seine Decke neben dem Müll vom Vorabend ausbreiten.

Generell aber ist Adler, was die "Umgangsformen" der allermeisten Besucher betrifft, zufrieden. Vandalismus oder böswillige Zerstörungen kämen so gut wie gar nicht vor. Dass Jugendliche sich nicht immer so verhalten wie es dem alten Knigge gefallen hätte, hakt er schmunzelnd mit dem Verweis auf die eigene Jugend ab.

Und Fälle, wie sie neulich durch die Medien gingen, dass der Bademeister einer Kleinstadt fast krankenhausreif geschlagen wurde, nachdem er die Übeltäter zur Rede gestellt hatte, kommen in Plauen gleich gar nicht vor. Wie es auch noch niemand auf die Tageseinnahmen abgesehen habe - doch wo und wie die gelagert werden, wer sie wann abholt, dass möchte Adler dann doch nicht in der Zeitung lesen.