Frauen-Power in Plauener Stadtverwaltung

Plauen - Während die Politik sich seit Monaten nicht über eine Frauenquote vor allem in Führungspositionen einigen kann, stellt sich die Situation zumindest in der Plauener Stadtverwaltung deutlich erfreulicher dar.

Das jedenfalls geht aus dem Bericht zum Frauenförderplan hervor, den Personal-Chefin Silvana Karliner am Mittwoch den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses vorstellte. Danach sind drei Viertel der Beschäftigten weiblich, im höheren Dienst sind es 40 Prozent der Beschäftigten. Vier der acht Fachbereichsleiter sind weiblich, von den 38 Fachgebietsleitern sogar 30.

Naturgemäß ist auch der Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen sehr hoch - von insgesamt 408 verkürzt arbeitenden Beschäftigten nehmen 367 Frauen diese Möglichkeit wahr. Karliner wies vor allem auf den hohen Prozentsatz von Erzieherinnen hin. In Elternzeit befand sich zum Stichtag der Erhebung - dem 30. Juni vorigen Jahres - ein männlicher Beschäftigter, der als Fachgebietsleiter fungiert.

Karliner zog ein positives Fazit, wenngleich in der Diskussion darauf hingewiesen wurde, eine "schlanke" Verwaltung dürfe sich letztlich auch nicht kaputt sparen. Zu wenig Mitarbeiter schränken die Möglichkeit zur Fortbildung ein und verursache zudem aufgrund von Überbelastung einen höheren Krankenstand. tp