Framo-Jens lockt Fans nach Kauschwitz

Echte Fans sind vom Wetter nicht aufzuhalten. Beim 3. Framo-Treffen in Kauschwitz war das so.

Plauen/Kauschwitz - "Das Wetter hätte besser sein können, aber die echten Fans sind trotzdem gekommen", meinte Mitarbeiter Steffen Kirchner, der den Einlass beim 3. Framo-Treffen am Samstag auf dem Gelände des ehemaligen Kauschwitzer Rittergutes betreute. "Wenn es auch weniger Gäste als im Vorjahr sind, nimmt die Zahl der Teilnehmer am Treffen weiter zu", ergänzt Jens Scheunert. "Mit ihnen und den Helfern waren es wieder weit über zweihundert, die den Tag in ihrem Kalender angekreuzt hatten."

So auch Andreas Schumann aus Lauterbach bei Crimmitschau, der einen fahrtüchtigen Framo besitzt und durch einen Hinweis aus Schönfels auf das Treffen aufmerksam wurde: "Ich bin das erste Mal bei Framo-Jens und erstaunt, wie viel Altes er zusammengetragen hat und welche Resonanz die Sache hier findet. Da ist ja bald mehr los, als bei den Frankenberger Treffen." Udo Tröger aus Hof war mit seiner Chevrolet Corvette, Baujahr 84 vorgefahren, die Scheunert frisch aufgepolstert hatte: "Ich muss der Werkstatt allerbeste Qualität bescheinigen und fühle mich in den Ledersitzen richtig wohl. Allerdings meinte Jens, dass er einen solchen Auftrag - jeder Bezug besteht aus 38 Teilen - kein zweites Mal machen wolle."

Einen kleinen Schock erfuhren die Besitzer eines F 8, den sie in Auftrag gegeben hatten. Er sollte nach Skizze in stahlblau und weiß lackiert sein. Was sie als Foto erhielten, zeigte ihr Fahrzeug komplett in Himmelblau. Die Sache war schnell aufgeklärt: Es handelte sich nur um eine Kontrolllackierung zur Erkennung möglicher Unebenheiten, ausgeliefert wird in den gewünschten Originalfarben.

Wegen des Interesses an Ersatzteilen und an Führungen durch sein Reich hatte der Chef kaum Gelegenheit, sich überall sehen zu lassen und alle Gäste zu begrüßen. Die kamen nicht nur aus ganz Deutschland bis hin ins Allgäu, sondern auch aus der Tschechischen Republik, Österreich und Niederlanden. Und zu sehen gab es für Besucher außer den im Haus im Aufbau befindlichen Oldtimer ebenso die auf dem Hof aufgereihten Fahrzeuge früherer Tage.

Darüber hinaus wurden auch Präsentationen stark frequentiert, wie die von Hans-Joachim Landsberg betreute, fast vollständige Einrichtung einer historischen Druckerei oder die Dokumentationen zum 750. Geburtstag des Ortes in der letzten Woche sowie Filme, die im Kinosaal von morgens bis in den Nachmittag liefen. jpk