Forscher suchen Gold im Vogtland

Firmen suchen im Vogtland nach wertvollen Rohstoffen. Die Deutsche Rohstoff AG prüft Zinnvorkommen und eine Firma aus Freiberg ist auf der Suche nach Gold.

Plauen - Grund sind die lange Bergbaugeschichte des Vogtlandes - und die in die Höhe geschossenen Rohstoffpreise: Die Deutsche Rohstoff AG will noch bis Jahresende mit Erkundungsbohrungen nach Zinnlagerstätten in Sachsen beginnen. Im Fokus stehen Vorkommen im vogtländischen Gottesberg bei Tannenbergsthal und im erzgebirgischen Geyer, wie Vorstand Thomas Gutschlag gestern sagte. Die beiden Vorkommen verfügten über etwa 180 000 Tonnen Zinn - die größte bekannte und noch nicht erschlossene Zinn-Ressource der Welt. Nach aktuellem Zinnpreis - 15 400 Euro pro Tonne - sind beide Lager knapp 2,8 Milliarden Euro wert.

Das Unternehmen hofft, in den kommenden drei Wochen auch den sogenannten "Hauptbetriebsplan" bestätigt zu bekommen. Danach soll es losgehen. Vor allem Investoren aus Asien sorgten für die Anfangsfinanzierung, hieß es. Die Freiberger Firma Beak Consultants GmbH hat in 26 Gemeinden des Vogtlandes Antrag zur Goldsuche gestellt. Dabei konzentriert sich die Suche auf die ertragreichsten Gold-Flüsse im Vogtland: Göltzsch, Raumbach, Weiße Elster und Weida.

Die Stadträte von Falkenstein, Auerbach, Rodewisch, Lengenfeld und Reichenbach, um nur einige zu nennen, werden sich in ihren kommenden Ratssitzungen mit diesem Antrag auf Bodenuntersuchungen beschäftigen. Nach Beak-Angaben wurden bisher in 81 vogtländischen Bächen Goldvorkommen nachgewiesen. "Neben Gold hoffen wir auch Arsen, Molybdän und Zinn zu finden", erklärt Andreas Knobloch, Leiter Geowissenschaften und Umweltschutz der Firma. mm/va