Förster nimmt Abschied

"Fünf Jahrzehnte im Wald sind genug!" Mit diesen Worten verabschiedete sich der Rodewischer Revierförster Andreas Schlosser gestern in den Ruhestand.

Von Hagen Hartwig

Rodewisch - Der 65-Jährige kündigte aber an, immer wieder gern als Fachberater oder "Waldläufer" seiner Amtsnachfolgerin im Revier Emilie Merkel zur Seite stehen zu wollen. "Wenn man mein Wissen braucht, stehe ich gern zur Verfügung. Notfalls kann ich ja auch die Borkenkäfer zählen", so der für seinen Humor bekannter Förster a.D.
Sein ganzes Berufsleben war Andreas Schlosser mit Leib und Seele Förster. In verschiedenen Revieren Sachsens brachte er sein Wissen in der Bewirtschaftung von Bergmischwäldern mit Tanne, Buche, Fichte und sonstigem Laubholz ein. "Am liebsten war und bin ich aber in den vogtländischen Wäldern unterwegs", so der gebürtige Klingenthaler, der heute noch in diesem Ort wohnt.
Seit dem Jahr 2008 leitete Schlosser das Forstrevier Rodewisch, zu dem auch die Städte Treuen, Auerbach, Lengenfeld sowie die Gemeinden Steinberg und Ellefeld gehören. "Das sind 3.600 Hektar Privatwald und 250 Hektar Körperschaftswald. Da gab und gibt es jede Menge zu tun", berichtet der Förster, der sich sicher ist, dass seine Nachfolgerin die anstehenden Aufgaben gut bewältigen wird.
Emilie Merkel hat bereits mehrere Jahre das Forstrevier in Mehltheuer "beförstert" und freut sich auf ihre neue Aufgabe, bei der sie auch ins nähere Umfeld ihres Wohnortes wechselt. "Ich wohne mit meiner Familie in Auerbach und kenne die Waldgebiete rund um - die Göltzschtalstädte gut. Zunächst werde ich mich bei den waldbesitzenden Städten und Gemeinden meines Reviers vorstellen", kündigt Frau Merkel an.
Andreas Schlosser sieht in seinem Ruhestand endlich die Chance, seine Hobbys in aller Ruhe zur frönen. "Ich habe eine große Modelleisenbahn-Anlage und ein Faible für Musik", so Andreas Schlosser, der seine Verabschiedung, die mitten im Wald stattfand, selbst mit dem Jagdhorn musikalische umrahmte.