Förderverein des Parktheaters: "Richtig happy mit der Lösung"

Erstmals vorgestellt wurde eine Variante im April dieses Jahres im Finanzausschuss. Doch dessen Mitglieder konnten sich mit dem vorgesehenen Blechdach mit Solarmodul-Bestückung nicht anfreunden und verweigerten die Zusage der benötigten finanziellen Mittel. Kurz danach kam das Prinzip Zufall ins Spiel. Das renommierte Architekturbüro Kiefer in Radolfzell, spezialisiert auf textile Bedachungen, hatte von den Plauener Plänen erfahren und machte sich vor Ort ein Bild. Ergebnis: Eine moderne Zeltdachkonstruktion die auf Stahlträgern ruht, realisierbar im vorgegebenen Kostenrahmen von 340 000 Euro.

Referenzen besitzt das Architekturbüro weltweit und selbst in Plauen. Auch das Parkdeck im Chrieschwitzer Hang trägt im Wortsinne die Handschrift der Radolfzeller. Mit dem vorliegenden Entwurf konnten sich bereits die Mitglieder des Kulturausschusses anfreunden, eine gleiche Einschätzung trafen nun die des Stadtbau- und Umweltausschusses. Jens-Uwe Köhler vom Förderverein des Parktheaters: "Wir sind richtig happy mit der Lösung."

Mit diesem Alleinstellungsmerkmal in der Region könne man auch ganz andere Künstler als bisher für das Parktheater interessieren. Nun gelte es, den Spagat zwischen einer finanzierbaren Lösung und einer möglichst großen überdachten Fläche zu schaffen, idealerweise soll auch die Vorbühne von Regengüssen verschont bleiben. Der Förderverein kündigte an, sich mit bis zu 20 000 Euro an den Kosten beteiligen zu können und ansonsten bestrebt sei, gemeinsam mit Sponsoren zahlreiche Eigenleistungen zu erbringen.

Gelinge es, im Herbst die Fundamente einzubringen, könne im Frühjahr mit dem Aufbau der Stahlkonstruktionen begonnen und anschließend die Membran "reingehängt" werden. Diese Arbeit nähmen maximal zwei Wochen in Anspruch, die neue Spielzeit könnte also schon unbeeinflusst vom Wetter über die Bühne gegen.