Flickschusterei auf Plauener Straßen

Plauen - Ob die Plauener Straßen zum diesjährigen Frühlingsbeginn noch grauenvoller aussehen als nach dem Winter 2007/2008 hängt wohl davon ab, welche Straßen man unter die Lupe nimmt. Doch auch in diesem Jahr böte sich für Linken-Stadtrat Wolfgang Hinz ausreichend Möglichkeit, in überdimensionalen Schlaglöchern Blumen zu pflanzen, wie er das im Vorjahr medienwirksam auf dem Friesenweg tat. Heute wird die Stadtverwaltung über die Maßnahmen informieren, die für die Beseitigung der Straßenschäden in Plauen vorgesehen sind. Vorab begab sich unsere Mitarbeiterin Stefanie Rössel im Wortsinne auf Spurensuche. Und wurde quasi im Reifentakt fündig. Denn marode Straßen zu finden, bereitet weder im Stadtzentrum noch in den Außenbereichen Plauens sonderliche Mühe. Von A wie Alte Reichenbacher Straße, über Bismarck-, Falkensteiner-, Friedrich-Eckardt- und Knielohstraße bis Z wie Zwoschwitzer Straße reicht die Liste des Flickwerkes. Und auch in diesem Jahr wird man über die notdürftige, bis zum nächsten Frost gerade mal reichende, Reparatur der Straßen nicht hinwegkommen. Zumal Mittel aus dem Konjunturpaket II zwar ausdrücklich für die Infrastruktur verwendet werden sollen, aber eben nicht für die Instandsetzung kommunaler Straßen. Dabei ist der Zustand vieler Gehwege nicht minder dramatisch. Auch hier klaffen teilweise Löcher, in denen Kinderwagenräder mühelos Platz finden. Allerdings hat Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer bereits avisiert, in Sachen Gehwege ordentlich "Geld in die Hand" nehmen zu wollen. Man darf wohl dennoch eher skeptisch sein, dass sich Splitt und Teer als dauerhafte Allheilmittel gegen asphaltierte Flickenteppiche erweisen. tp