Fleischer im Vogtland gründen einen Verein

Plauen - Wurst ist es den vogtländischen Fleischermeistern ganz und gar nicht, wie ihre Zunft in der Region dasteht. Künftig mehr Kraft und Geld in Werbung, Marketing, Seminare und Schulungen stecken wollen 25 Fleischerbetriebe, die Mitglied sind im neuen "Verein der Vogtlandfleischer".

Am Mittwoch kamen sie zu ihrer ersten Sitzung in der "Fleigeno" in Neuensalz zusammen. Die Vereinsgründung war die Konsequenz nach dem Austritt jener 25 Fleischer aus dem Sächsischen Fleischerverband. "Wir standen vor einiger Zeit vor dem Problem, dass zehn Fleischer aus dem Vogtland aus der Innung austreten wollten.

Wir alle fanden uns dort nicht mehr wirklich vertreten und unsere Beiträge, die nach Dresden oder Frankfurt abgingen, waren zu hoch", begründen der neue Vereinschef Mike Geuthner und seine Stellvertreter Andreas Degenkolbe und Christina Trommer den Schritt hin zu einem Verein. Mit dem Austritt aus dem sächsischen Verband löste sich auch die Fleischerinnung Vogtland auf, dessen Obermeister Fleischermeister Wetzstein aus Werda war.

Wichtig sei den Fleischern aus dem Vogtland, ihre Waren hier vor Ort an den Kunden zu bringen - das durch den Weggang aus der Innung gesparte Geld wolle man werbewirksamer im Vogtland anlegen, sagt auch Gastgeberin und Fleigeno-Geschäftsführerin Gisela Reiher. Noch mehr überzeugen will man den Kunden durch handwerkliches Können, gute Beratung und Transparenz über die Herkunft der Fleisch- und Wurstprodukte. cze