Flashmob für verfolgte Christen

Ein besonderes Bild bot sich den Plauenern am Samstagvormittag in der Innenstadt. Zu einer übergemeindlichen Aktion gegen die Verfolgung von Christen hatte der Verein Open Doors aufgerufen.

Plauen - Am alten Postamt versammelte sich gegen halb elf eine große Menschentraube. Im Vorfeld hatte Open Doors, ein gemeinnütziger, international agierender, Verein, der sich in den Dienst verfolgter Christen stellt, zu einem bundesweiten "Flashmob" in verschiedenen Städten aufgerufen. Wie auf der vereinseigenen Internetseite zu lesen ist, soll somit auf die Christenverfolgung und das Leid dahinter hingewiesen werden.

Stumm soll die Stimme dagegen erhoben werden und somit die Einwohner der jeweiligen Stadt wachrütteln. Zunächst wurde akustisch auf die Problematik und das Leid der verfolgten Christen aufmerksam gemacht. Anschließend verteilten sich die rund 50 Teilnehmer im Umfeld auf der Bahnhofstraße. Kniend mit auf dem Rücken verschränkten Händen und zu Boden blickend, harrten die Gläubigen aus. Durch die Verkündung des Vaterunsers fand die Aktion ihr Ende.Zufrieden zeigte sich das Gemeindemitglied Ulrike Jäckel.

"Es ist einfach schön zu sehen, dass Christen aus vielen vogtländischen Gemeinden auf das Thema hinweisen. Die Zahl von 100 Millionen verfolgten Christen ist für mich schockierend." Sie bereitete das Event zusammen mit Open-Doors-Mitarbeiter Andreas Weber vor. Normalerweise ist Weber als Programmierer im Verein tätig, aber aufgrund seines Wohnsitzes in Oelsnitz engagierte sich dieser über sein eigentliches Arbeitsfeld hinaus. "Ich rechnete mit 20 bis 25 Personen und bin vom tatsächlichen Ergebnis, rund 50 jungen und älteren Teilnehmern begeistert", so der Oelsnitzer.

Flashmob und Open doors

Flashmob: Der Begriff setzt sich aus "flash" für Blitz und "mob" für mobil (aufgewiegelte Volksmenge/ Pöbel) zusammen und bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun.

Open Doors: Das christliche Hilfswerk wurde 1955 von dem Niederländer Anne van der Bijl gegründet und ist heute in über 50 Ländern vertreten. Der deutsche Sitz ist in Kelkheim bei Frankfurt/Main. Open Doors setzt sich für verfolgte Christen ein.