"Fit im Vogtland" - wir zeigen wie

Das Vogtland hat neben Natur und Kultur auch viel in Sachen Sport zu bieten. Als Redakteurin des Vogtland- Anzeigers zeige ich Ihnen ab sofort in einer wöchentlichen Serie, welche Möglichkeiten es gibt, sich zu bewegen und wie viel Spaß man dabei haben kann. "Fit im Vogtland" wird alle möglichen Sportarten unter die Lupe nehmen, die es in der Region gibt.

Von Stephanie Rössel

Plauen/Weischlitz - Die vergangenen Monate haben es den Vereinen schwer gemacht. Sport getrieben werden durfte nicht mehr gemeinsam. Fitnessstudios mussten schließen. Einige Bereiche hatten die Möglichkeit, Onlinekurse für Mitglieder anzubieten. Spricht man aber mit den Menschen, sagen die meisten sie haben in der Corona-Pandemie zugenommen und fast oder gar keinen Sport gemacht.
Ich hoffe vielleicht den einen oder die andere wieder motivieren zu können, sich mehr zu bewegen. Bereits jetzt bin ich überrascht wie viel sportliches Potenzial im Vogtland steckt und welche Möglichkeiten sich bieten, von denen nur wenige bisher gehört haben. Dabei kann vieles genutzt werden auch ohne, in dem Verein Mitglied zu werden oder Verträge abzuschließen.
Fast alles probiere ich zum ersten Mal und ganz aktuell in den kommenden Wochen aus. Ich werde Ihnen erzählen wie es sich angefühlt hat, ein Probetraining in der jeweiligen Sportart zu machen, ob es eher für den Kopf oder Körper anstrengend war und wo und unter welchen Bedingungen das ausprobiert werden kann. Jeder kann erheblich zum eigenen Wohlbefinden beitragen. Das beginnt schon ganz klein mit der Anzahl der täglichen Schritte.
Ich selbst habe viele Jahre Sport nicht als Priorität gesehen. Oft neigt man dazu, berufliche Verpflichtungen oder die Familie als Hinderungsgrund anzugeben. Im Herbst 2019 stellte ich aufgrund von gesundheitlichen Problemen, von heute auf morgen meine komplette Ernährung um. Die erste Stufe in Sachen Bewegung war die Kontrolle der täglichen Schritte. Ein Schrittzähler hilft dabei und weckt den Ehrgeiz. Die grundsätzliche Regel ist, je mehr Schritte, desto besser. 10.000 Schritte wird im Allgemeinen oft gesagt. Erwiesen ist, dass schon 6000 Schritte pro Tag eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. 8000 sind auch mit einem Bürojob locker zu erreichen. Das Auto einfach mal stehen lassen. Treppen nutzen, kurze Wege zu Fuß nehmen, ein Spaziergang in der Mittagspause oder den Drucker so platzieren, dass man für jeden Ausdruck aufstehen muss, sind kleine Dinge, die jeder umsetzen kann.
Anfang des Jahres 2020 war für mich klar, dass ich mit Sport beginnen müsste. Weder fühlte ich mich sonderlich fit, noch traute ich meiner eigenen Kondition viel zu. Es musste also etwas sein, was schaffbar schien, möglichst gelenkschonend ist, Spaß macht und sich nicht wie Quälerei anfühlt. So hatte ich es damals noch empfunden.
Eher durch einen Zufall kam ich zum Trampolinspringen. Als einzige Ausnahme berichte ich nun rückblickend auf die damals erste Schnupperstunde darüber.
Eine Probestunde war schnell vereinbart. Der Trainingsraum war voller kleiner "Hüpfer", wie die Trainingsgeräte liebvoll genannt werden. Ich suchte mir den hintersten Fleck im Raum, da ich nicht wirklich wusste, was auf mich zu kommt und von mir erwartet wird. Nach einer kurzen Einweisung zu Beinstellung und Körperhaltung, ging es los. Eine Stunde wurden Choreografien zu allen möglichen Liedern gesprungen. Von Techno über Schlager, bis hin zu Rockmusik und Schuhplattler war alles dabei. Deutlich war aber, weniger stand Leistungsdruck, sondern mehr Spaß im Vordergrund. Es kam nicht auf Perfektion der Abläufe an, sondern auf Freude an der Bewegung. In der ersten Stunde war das für mich weniger eine konditionelle Herausforderung. Eher die Schrittfolgen zu erfassen war anstrengend. Natürlich kam ich ins Schwitzen, aber auch alle anderen, die schon länger dabei waren, brauchten zwischendurch immer wieder Wasser und ein Handtuch zum Abtrocknen. Ein wenig Muskelkater war am Tag darauf zu spüren.
Zum "Jumpen" aber muss man nicht besonders sportlich sein. Das schafft tatsächlich jeder, der sich gerne zu Musik bewegt. Die Intensität bestimmt man selbst. Sogar Männer haben inzwischen Gefallen daran gefunden. Fußballmannschaften haben Kurse als spezielle Trainingseinheit absolviert. Altersgrenzen gibt es keine. Das Schwingen und Springen wirkt sich durch die weichen Bewegungen nicht negativ auf die Gelenke aus. Es lockert, stärkt die Muskeln und eignet sich durch einen hohen Kalorienverbrauch auch zum Abnehmen.
Das younggo-Movencenter ist das einzige dieser Art in Sachsen und führt Kurse in Plauen und Weischlitz durch. Das Franchise Konzept verbindet Bewegung, Ernährung und Gewichtsmanagement und wächst immer weiter. Weit über ein Dutzend Center gibt es in Deutschland und der Schweiz. Gründer und Geschäftsführer Ingo Bächle ist inzwischen Wahl-Plauener.

Fakten

Verein/Institution:
younggo Movecenter
Ort: Plauen und Weischlitz
Trainer/in: Nadja Schreiter
Probetraining: kostenlos
Dauer: 60 min
Schrittzahl: ca. 3000
Kalorienverbrauch: bis 900 kcal
Vorkenntnisse: keine