Finn und Finja erobern die Herzen

Rundes Gesicht, rote Bäckchen, ein Lächeln, Zopf und Wuschelkopf: Das sind Finn und Finja. Die Kinder aus dem Norden sind die neuen Stars aus der Drechslerei Kuhnert aus Rothenkirchen und sie wollen die Herzen der Leser erwärmen. 24 Figuren schenken die Kuhnerts dem Vogtland-Anzeiger - und die Redaktion verlost vom 1. bis 24. Dezember je eine davon in ihren Adventskalender-Geschichten.

Von Cornelia Henze

Plötzlich war sie da. Die Idee. Im Kopf von Designerin Simone Küffner. Etwas Zartes sollte es sein. Natürlich. Unschuldig. Rein. Finn und Finja waren geboren. "Beim Zeichnen passierte es mir schon, dass mir die beiden ein Lächeln aufs Gesicht zauberten", verrät ihre "Mutter". Die 55-jährige Spielzeugdesignerin aus Klingenthal entwirft für erzgebirgische Kunsthandwerker Designs - und seit vielen Jahren immer wieder für die Drechslerei von Frank Kuhnert aus der Gemeinde Steinberg. Das mit großem Erfolg. Für die Häschen-Serie "Stupsi" und die Rauchschnecke "Sunny" bekam sie den Publikumspreis der Freien Presse, 2018 folgte für eine Rauchmannserie bei "Tradition & Form" der Preis der Erzgebirgssparkasse.


"Nun bin ich gespannt, ob auch Finn und Finja die Herzen erobern", sagt Simone Küffner, die bei der Auswahl des Designs auf ganz natürliche Trends aus dem Shabb-Chic und Vintage-Look setzt. Pastellige Töne lassen die schöne Holzstruktur hervorschimmern und unterstreichen deren Natürlichkeit. Auf den Holzkörper aufgetragen werden die zarten Nuancen aus Kreidefarbe. Hier setzt die Firma Kuhnert auf das Motto umweltfreundlich. Lacke und Holz verdeckende krelle Farben sind out. Finns Wuschelkopf und Finjas Zöpfe sind aus der Wolle von Schafen. Sie werden ungefärbt per Hand gekämmt, geflochten, frisiert.


Reine Weihnachtsfiguren sind die beiden nicht. Erst recht keine Engel. "Die Leute wollen zunehmend Ganzjahresdeko aus dem Erzgebirge, zeitlos, schlicht und modern im Design", weiß Christiane Ivanov, Vertriebsleiterin bei Kuhnert in Rothenkirchen. Diesen Weg geht das rund 100 Mitarbeiter zählende Unternehmen schon mit der Entwicklung der Eulen-Kinder, die ebenfalls von Simone Küffner entworfen wurden und als attraktive Preise zu Weihnachten 2019 die Adventskalendergeschichten des Vogtland-Anzeigers bereicherten.


Wie Eulen, Rauchschnecken und Rauchmänner zuvor führte auch für Finn und Finja kein Weg an der Cadeaux Leipzig vorbei. 2019 wurde das Pärchen auf der für die Deko- und Holzkunst-Branche wichtigsten Messe präsentiert. In diesem März ging es in Auslieferung an die Kunden im Handel sowie in die Kuhnertschen Geschäfte - unter anderem in das in der Plauener Stadt-Galerie und das soeben vergrößerte Ladengeschäft am Leipziger Hauptbahnhof.


Finn und Finja erleben also 2020 ihr erstes Weihnachtsfest bei Familien zu Hause - und an ihrem Charme wird es liegen, ob sie zu ähnlich begehrten Sammelobjekten avancieren wie die "Schneeflöckchen" oder die Katzenfamilie. Letztere ist schon im Sortiment seit 1986, als Frieder Kuhnert die Firma gründete. Ungebrochen sei sie heute noch beliebt, und echt Retro, so Christiane Ivanov. Jede Saison erwarten Sammler neue Figuren in originellen Posen. 17 verschiedene Figurinen, neun Zentimeter klein, und zwei 20 Zentimeter hohe Finjas gibt es bis jetzt. Die Ideen sprießen für gewöhnlich, wenn Familie Kuhnert mit Designerin Küffner an einem Tisch sitzen. Momentan liegt das Mädchen in der Zahl ihrer Motive vorn. Finja kommt mit Kamm und Spiegel, als Shopping-Queen, Flötistin oder Licht-Bringerin daher - Finn ganz sportlich mit Fußball. "Ideen hätte ich viele", sagt Simone Küffner geheimnisvoll. Manchmal regen auch Sammler zu neuen Motiven an. Zuerst entstehen ihre Figuren mit dem Stift auf Papier. Die Feinjustierung unternimmt die Designerin am PC. Ist der Entwurf fertig, geht er in die Werkstatt, in der Spielzeugmacher und Holzmechaniker die Figuren aus vielen Einzelteilen zusammen fügen. Ab 1. Dezember gibt es Finn und Finja innerhalb einer täglichen Adventsgeschichte zu gewinnen. Wie immer in Verbindung mit einem Rätsel und viel Glück.


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