Filme zeigen große Tierliebe

Andreas Kieling zählt zu den beliebtesten Tierfilmern und Fotografen im deutschen Fernsehen. Seine Dokumentationen lassen die Zuschauer in die entlegensten Gegen reisen und werden immer auf Kielings eigene ruhige Art begleitet. Am Donnerstagabend stand der er auf der Bühne der Plauener Festhalle.

Plauen - Der Andrang war groß. Vor ausverkauftem Haus zeigte er beeindruckende Filme von seinen Reisen nach Afrika, Alaska und von Wanderungen in seiner Heimat, der Eifel. Inspiriert von Jule Vernes "Reise zum Mittelpunkt der Erde" entwickelte er bereits als DDR-Kind aus Jena die Sehnsucht, fremde Länder zu bereisen. 1976 floh er als 18-jähriger, durch die Donau schwimmend, nach Österreich. Von 1977 bis 1980 konnte er als Seemann bei der Handelsflotte einen Teil seiner Träume verwirklichen. Es folgten verschiedene Forstausbildungen in Norddeutschland und 1985 das Examen zum Revierjagdmeister. 
 Seit 1986 unternimmt der Dokumentarfilmer Reisen nach Afrika, Asien und Nordamerika. In seinem Vortrag in der Festhalle nahm er die Gäste mit zum Tanganjika-See. Er fährt in seinem Film mit dem Kajak über den zweitgrößten See in Afrika und filmt Schimpansen in der Wildnis der Regenwälder Tansanias. In seinen Ausführungen erklärte er das soziale Verhalten unserer nächsten Verwandten und vergleicht sie mit anderen Affenarten. 
 Bei beeindruckenden Bildern der Berggorillas erfuhren die Zuschauer, dass diese Tiere nicht in Zoos gehalten werden können. Sie würden die Gefangenschaft nicht überleben. Die Reise ging weiter in den Amboseli Nationalpark und ins Masai Mara National Reservat. Die große Vielzahl der afrikanischen Tierwelt und die Lebensweise der Eingeborenen fesselten die Zuschauer. 
In einer kurzen Pause stand Kieling den Gästen des Abends für Fragen zur Verfügung. Man wollte unter anderem wissen, wo der gefährlichste Ort der Welt sei oder wann die neuen Filme gesendet werden. "Der gefährlichste Ort ist nicht so einfach zu nennen. Die Empfindungen sind verschieden", antwortet er und hatte bereits in seinem Vortrag festgestellt, dass eigentlich der Mensch das gefährlichste Lebewesen sei. Seine neuen Filme kommen ab 17. März im ZDF in der Sendung "TerraX". Der zweite Teil seiner Ausführungen nahm die Zuschauer mit auf eine Reise nach Alaska. Er beobachtete Bären mit ihren Jungen. Die Mutter vertraute ihm so sehr, dass sie ihre beiden halbjährigen Babys in der Nähe des Menschen ließ und auf Lachsfang ging. Fantastische Bilder in Zeitlupe gedreht, konnten bestaunt werden. Von der Jagd der Bären und der handnahen Begegnung mit Füchsen reisten die Zuschauer in der Festhalle zurück nach Deutschland. 
In seiner Heimat, der Eifel, filmte Andreas Kieling Rothirsche und Muffelwild in der Brunft. Die Festhalle Plauen war erfüllt von den Rufen der Tiere.    FKE