Feuriger Flamenco im Kulturkirchlein

Auerbach - Einen feurigen Flamenco statt den zum Wonnemonat passenden Mai-Tanz gab es am Samstagabend in Auerbachs Göltzschtalgalerie zu bestaunen.

 

Nora Lantez war dazu mit ihrer Compania ins Vogtland gekommen. Die Berliner Tänzerin sprüht förmlich vor spanischen Temperament, "ich lebe im Jahr mindestens fünf Monate in Andalusien", betonte sie. Nora Lantez konnte sich bei ihren Flamencotänzen auf zwei hochbegabte Bühnenpartner verlassen. Tochter Teresa Lantez lebt das Vorbild ihrer Mutter und ist genauso Tänzerin. Gitarristin Kayenne umrahmte das Ganze mit ihrer Musik. Die junge Frau spielte dabei mit Sicherheit so manchen spanischen Flamenco-Gitarristen an die Wand. Erstaunlich, wie die noch nicht einmal Dreißigjährige die temperamentvollen und emotionalen Klänge auf ihrem Instrument umsetzte.

Die charmante Nora Lantez absolvierte eine klassische Ballettausbildung in Berlin. Danach erhielt sie ein Stipendium des Kulturministeriums für eine dreijährige Soloausbildung im Fach "Spanischer Tanz". Sie gründete im Anschluss ihr erstes eigenes Ensemble, das mit Choreografien internationaler Choreografen auf Konzerttournee ging. Diese führten sie nach Zürich, Sevilla Malaga und Madrid. "Bei meinen Reisen habe ich mich intensiv mit den feurigen und verführerischen Flamencotänzen beschäftigt. Ich liebe die Emotionen der dabei notwendigen Bewegungen", erklärte Nora Lantez. Das Publikum in der Göltzschtalgalerie kam in den Genuss eines künstlerischen Rundum-Erlebniss. Die Akustik für das Gitarrenspiel stimmte auf den Punkt, das Bühnenbild war bestens auf das Flamenco-Geschehen abgestimmt. Ton- und Lichtmeister Rene zauberte dank neuster Vogtland-Kultur-Technik ein wechselndes Lichtspiel in den Saal. Publikum und Künstler fühlten sich wohl.

Auch hinter den Kulissen stimmte alles. Frida, Nora Lantez Mischlingshund aus Spanien, genoss in der Zeit das Leben im Backstages-Bereich. "Der Hund hat spanisches Temperament. Wenn ihm etwas nicht passt, fängt er an zu jaulen. In Auerbach war er aber ganz still. Das ist ein gutes Zeichen", lobte die Tänzerin. va