Feuerwerks-Müll in Plauen nimmt zu

Während viele Plauener noch schliefen haben die Mitarbeiter der Straßenreinigung die Hinterlassenschaften der Silvesternacht beseitigt. Durch immer größer werdende Feuerwerkskörper nimmt der Müll von Jahr zu Jahr zu.

Plauen - Das große Knallen in den Straßen und über den Dächern der Stadt ist vorbei und die Arbeit für die Abfallentsorgung Plauen beginnt. Es war noch nicht einmal richtig hell, schon rückten die Kehrmaschinen in den Morgenstunden zum Reinemachen in Richtung Innenstadt aus. Altmarkt, Klostermarkt und Tunnel sowie die Einfallsstraßen haben erste Priorität beim Räumen der abgebrannten Feuerwerkskörper. Das Wetter kam den Mitarbeitern der Abfallentsorgung entgegen. Schneefrei und trocken waren die Straßen, so dass die Knaller problemlos zusammengekehrt werden konnten.

Drei kleine und eine große Kehrmaschine waren am Neujahrsmorgen im Stadtzentrum seit sechs Uhr morgens unterwegs. "Mit geballter Kraft hatten wir einen Großteil des Silvester-Mülls bis zum Vormittag weg", sagt Karl-Ludwig Prill, Leiter der Plauener Straßenreinigung. Insgesamt waren bis kurz vorm Mittag zehn Mann im Einsatz. Auf die nächsten Tage verteilt kommen die restlichen Straßen und Plätze in der Stadt dran bis hin zum Umland. Der Müll aus der Silvesternacht nimmt Jahr für Jahr leicht zu, so Prill.

Ein Grund sei die Entwicklung beim Feuerwerk. Die so genannten Feuerwerksbatterien laufen den Raketen immer mehr den Rang ab. Einmal angezündet schießen sie je nach Größe eine Vielzahl an bunten Sternen in den Nachthimmel. Bis zu 500 Gramm Schwarzpulver steckt in den Batterien, die jährlich größer werden und so auch immer mehr Müll produzieren. Die Hinterlassenschaften der Silvesternacht summieren sich jährlich auf bis zu 15 Kubikmeter - Tendenz leicht steigend, erklärt Prill. Neben den Böllern sind es vor allem auch Flaschen die herumliegen. mar