Feuervögel aus den 50ern

Die Konzert-Besucher feierten mit den Firebirds aus Leipzig im voll besetzten König-Albert-Theater den Sound der 1950er und 1960er Jahre. Die Show riss das Publikum buchstäblich von den Sitzen.

Von Christian Schubert

Bad Elster Das Konzert der fünf Retro-Rocker war wie immer eine musikalische Reise zurück in eine Zeit, in der Künstler wie Elvis Presley, Chuck Berry, Little Richard, Bill Hayley oder die Drifters die ultimativen Stars im Musikgeschäft waren. Mit deren Klassikern vermitteln die fünf Musiker Alexander Teich, Guido Gentzel, Konrad Schöpe, Henning Plankl und Krusdy van Friday diesen Zeitgeist sehr authentisch. Für das Elsteraner Theater wurde das Show-Konzept etwas angepasst. Jukebox hat die Band ihre Show genannt, in der sie insbesondere verstärkt auf die Anfänge des Rock‘n‘ Roll einging, viel über dessen Entstehungsgeschichte erzählte und auch Lieder aus den Genres Jazz, Country und Blues spielte - Musikrichtungen, aus denen der Rock einst entsprang.
Zwischen den Liedern machten die Künstler deutlich, dass diese zeitlose Musik in ihren Anfängen revolutionär war. So waren Bill Hayley und seine Band die ersten weißen Sänger, die schwarze Musik machten, die bis heute Generationen geprägt hat. Die Firebirds versuchen in ihren Shows den Zeitgeist, aus dem diese Musik stammt, aufleben zu lassen.
Fans reisen den Konzerten nach und werfen sich eigens in Schale. So waren auch in Bad Elster einige Damen in Petticoats zu sehen. Und: Die Leute tauchen mit den Firebirds in diese Zeit ein, insbesondere junge Menschen haben diesen alten Sound durch die Leipziger Combo für sich neu entdeckt.
Die Besucher in Bad Elster waren von dem alten Rockabilly-Sound hellauf begeistert. "Das ist ja super", oder "echt klasse" hörte man schon in der Konzertpause aus so manchen Gesprächen heraus. Im Kurort haben die Firebirds das zweite Mal ihr Publikum begeistert. Vor einigen Jahren traten sie schon einmal im Kurpark auf. Für Bassist Konrad Schöpe ist Bad Elster noch aus einem anderen Grund in Erinnerung. Wie er sagt, hat er hier zu DDR-Zeiten als Kinder auch einmal eine orthopädische Kur absolviert.