Fest an Pirker Autobahnbrücke

Das, was offenbar Pirks Ortsvorsteher Gert Nürnberger nicht vermochte, gelang Ulrich Lupart: Den Landrat dafür zu gewinnen, dass es heuer doch eine Brücken-Fete gibt, und nicht erst am 6. September 2013 - oder womöglich gar nicht. "Es wäre ein Frevel gewesen, den 20. Jahrestag der Brücke, dieses Monument der deutschen Einheit, nicht würdig zu begehen", sagt Lupart. Und: "Ich habe beim Landrat freundschaftlich Druck gemacht."

Lenk habe versprochen, für die nötige Politprominenz zu sorgen - was vor 20 Jahren "König Kurt" Biedenkopf gewesen ist, könnte heuer mindestens Stanislaw Tillich sein. Der Landrat wolle sich auch um Kontakte nach Hof und Bayern kümmern, schließlich trage die Fertigstellung der Pirker Autobahnbrücke den Vereinigungsgedanken von Ost und West. Er selbst werde sich um Künstler im Show-Buisness kümmern. Er denke da an einen Auftritt an Stefanie Hertel. Ob sie noch einmal ihren Hit aus ihren erfolgreichen Volksmusik-Jahren Über jedes Bächerl führt ein Brückerl" singen wird, bleibt abzuwarten. Nun müsse man sich an einen Tisch setzen, und das Programm beraten.

Gabriele Klug, Kulturverantwortliche im Landratsamt, will sich mit allen Beteiligten am 7. Juni in Judith Hertwigs "Brückenstüb'l" treffen. "Wir sind froh, dass es nun doch noch ein Fest gibt", sagt Pirks Ortsvorsteher Gert Nürnberger. Er und sein Ortschaftsrat Frieder Strobel könnten sich auch eine Begehung des Brückenbauwerkes in seinem Rumpf vorstellen - so, wie man das den Leuten 2002 bot. Gerne würde er im Festzelt den 1992 vom MDR gedrehten Film "Menschen unter der Brücke von Pirk" zeigen, von dem Strobel eine Kopie besitzt.

Leider müsse man die Aufführungsrechte erwerben und die seien so teuer, dass er sich die nicht leisten könne. "Das wäre eine Attraktion gewesen", sagt der 70-jährige bedauernd. Als Ortschronist sammelt er seit über 20 Jahren Zeitungsartikel und Dokumente über den Brückenbau und den Moment, als am 3. Oktober 1992 viele Autos von Plauen gen Hof, und vom Westen gen Osten rollten.