FDP-Finanzexperte besucht Sachsendruck Plauen

Plauen - Mit dem Motorrad kam der finanzpolitische Sprecher der FDP Bundestagsfraktion Hermann Otto Solms gestern nicht nach Plauen. Der Politiker war auf Firmenbesuch bei der Großdruckerei Sachsendruck.

Ein Tag zuvor war Solms zusammen mit dem FDP-Spitzenkandidat Uwe Barth innerhalb einer Motorradtour in ganz Thüringen unterwegs und auf Stimmenfang. In der heißen Phase vor der anstehenden Landtagswahl am 30. August in Sachsen, darf ein Besuch in Plauen nicht fehlen. Ebenfalls am Firmenbesuch beteiligten sich unter anderem der vogtländische Bundestagsabgeordnete Joachim Günther und der Plauener Direktkandidat für die Landtagswahl, Hans-Jürgen Schuster. Begrüßt wurden die Gäste von Thomas Brenner. Der Verkaufsleiter von Sachsendruck bot einen breiten Einblick in die Unternehmensführung und auf die aktuelle Auftragslage. Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise scheint bei Sachsendruck eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die Auslastung des Werkes sei zufriedenstellend und die Beschäftigten haben trotz Krise keine Kurzarbeit, hieß es innerhalb des Besuches.

Besonders stolz verkündete Thomas Brenner einen Auftrag aus Spanien. Der Unterhaltungskonzern Walt Disney lässt Kinderbücher vom Kinohit "Findet Nemo" drucken. Aber auch nahezu alle renommierten Versandhäuser lassen in Plauen Teile ihrer Kataloge produzieren. "In der Druckbranche herrscht ein harter Wettbewerb. Kinderbücher aus China stellen für uns eine hohe Konkurrenz dar. Durch unsere Flexibilität und der einmaligen Technologie sind wir aber gut aufgestellt. Bei den Kinderbüchern konnten wir den Umsatz sogar zuletzt leicht steigern.", sagte der Verkaufsleiter gegenüber von Hermann Otto Solms, der sich intensiv über das Unternehmen informierte.  "Es war eine sehr positive Darstellung. Mir gefällt die Unabhängigkeit und die Flexibilität des Werkes. Der Mittelstand ist in ganz Sachsen ausgezeichnet aufgestellt. Der Freistaat wird sicher gut aus der Krise kommen.", sagte Solms nach dem Firmenbesuch dem Vogtland-Anzeiger.

 

Der Sachsendruck Plauen beschäftigt derzeit um die 200 Mitarbeiter und ist auf den so genannten Bogenoffsetdruck spezialisiert. Seit Herbst letzten Jahres gehört der Sachsendruck zu Offizin Andersen Nexö Leipzig und nicht mehr zur Schlott Gruppe. "Wir haben eine klare Perspektive für die Standortsicherung in Plauen bekommen.", so Thomas Brenner, der gleich einen Beweis lieferte und verraten hat, dass im Herbst weitere Maschinen angeschafft werden sollen.  mar