Fall Karsten: Beide schieben sich die Schuld zu

Plauen - Im Fall des zweijährigen Karsten, der Mitte Juli im Mammengebiet in Plauen so schwer misshandelt wurde, dass er im Jenaer Klinikum seinen Verletzungen erlag, wird weiter ermittelt.

 

Staatsanwalt Holger Illing vom Zwickauer Landgericht sagte auf Anfrage des Vogtland-Anzeigers, dass die in der Wohnung an Gegenständen und Kleidungsstücken gefundenen Spuren gegenwärtig im Landeskriminalamt Dresden ausgewertet werden. Hinsichtlich der Ermittlungen gegen die 31-jährige Mutter und deren 36-jährigen Lebensgefährten gäbe es noch keine Erkenntnisse, wer den Jungen misshandelt hat - beide schieben sich gegenseitig die Schuld zu.

 

Mit dem Abschluss der Ermittlungen rechnet Illing frühestens Mitte September. Der Prozesstermin selbst sei gegenwärtig noch nicht abzusehen. Ende Juli hatte der Staatsanwalt eine Duplikats-Akte einem psychologischen Gutachter zugestellt. Der Experte von der Dresdner Uni-Klinik wird beide Beschuldigte nun eingehend untersuchen. tp