Fackelwanderungen in Carlsfeld

Die Fackelwanderungen des Carlsfelder Fremdenverkehrsvereins werden zum beliebten Dauerbrenner. Heuer stehen noch deren zwei auf dem Programm.

Am14. und 22.Februar geht?s jeweils 18 Uhr am Bürgerhaus "Grüner Baum" los. Im elften Jahr werden Einheimische und Ausflügler von Hubert Brehme in der Dunkelheit durch das idyllische Dorf, über die Staumauer der höchstgelegenen Trinkwassertalsperre Deutschlands und mitten in die erzgebirgischen Kammwälder geführt. "Dabei drohte die ganze Sache anfangs sogar ein kompletter Reinfall zu werden", erinnert sich Heimatfreund Brehme. Denn die Wanderungen waren ursprünglich allein für Schneeschuhfahrer konzipiert. Brehme: "Die erste Tour bewältigten ausnahmslos Einheimische und zwar mit ?nem Skistecken in der einen und der brennenden Fackel in der anderen Hand!"

Doch selbst für geübte Langläufer sei es nicht einfach gewesen, auf verharrschter Loipe das Gleichgewicht zu halten. Deshalb entschied man sich, alle folgenden Touren als Fußmarsch auszuschreiben. Und der Einladung folgten zusehends mehr Interessenten. "Anfänglich kamen sie nur aus Carlsfeld, Schönheide oder Rautenkranz. Nun reisen sie eigens bis aus Aue, Auerbach, Zwickau oder Chemnitz an!" Gemeinsam mit den Urlaubern im Dorf kratzt man dadurch regelmäßig an der 100-Teilnehmer- Marke. Hubert Brehme weiß alle Wanderer auf der familienfreundlichen 2500-Meter-Runde gut zu informieren und zu unterhalten. "Ich erzähl? den Leuten, was nicht im neumodischen Flyer oder Internet steht", erklärt er. Beispielsweise, dass in den Wäldern unweit Carlsfelds durch einen Jäger vor einem Vierteljahrhundert ein Elch erlegt wurde. Infos: www.carlsfeld.com E. Mädler