Fackelkette für Strom mittels Erdleitung

Hell erleuchtet vom Fackelschein war Grünbach: Am Freitag bildeten die Dorfbewohner eine Fackelkette und protestierten damit gegen die Pläne des Energiekonzerns Mitnetz, eine 110-kV-Hochspannungsleitung durch den Ort laufen zu lassen.

Seit Wochen kämpfen die Grünbacher, voran eine Bürgerinitiative, darum, dass die Leitung in der Erde verlegt wird, statt in der Luft verläuft. Die Freileitung quert den Ort schon seit den 1950er Jahren als 30-kV-Leitung und bereitet manchen, deren Häuser zu nahe der Stromanlage stehen, bereits jetzt Ärgernis. Manche fühlen sich durch das Summen, andere in der Gesundheit gestört.

Durch das Aufstocken der Leitung auf 110 Kilovolt fürchten die Betroffenen noch mehr Beeinträchtigung. Auch sinke der Wert der Grundstücke, durch die die Leitung verläuft, und für die Entwicklung von Sport und Tourismus (die Leitung geht über die Loipe) sei der Stromriese im Luftkurort Grünbach eher hinderlich, so BI-Sprecherin Angelika Linnemann.

Wenn Erdkabel nicht funktioniert, sei man nicht prinzipiell gegen Freileitung - als BI habe man eine alternative Trassenführung vorgeschlagen. "Dort, wo Menschen leben, wollen wir die Trasse aber nicht", so Linnemann. cze