Evergreens und Chart-Stürmer in Zwickau

Zwickau - Filmharmonic-Nigths mit Stefan Fraas und der Vogtland-Philharmonie begeistert das Publikum der Zwickauer Stadthalle.

 

Ob Oscar, goldene Palme, Bär, Löwe, Leopard, Grammys oder anderer Award - Preisträger waren die gezeigten Streifen zur 6. Filmharmonic-Night allesamt. Doch auch die Besucher der vollbesetzten Stadthalle Zwickau waren sich darüber einig: Die Akteure waren mit den von GMD Stefan Fraas ausgesuchten und insgesamt 32 zu Gehör gebrachten Musiktiteln mehr als preisverdächtig.

 

 "Es ist schwer, stets einen gesunden Mix zwischen aktuellen Rennern und Klassikern der Leinwand sowie Ohrwürmern, gar Chartstürmern in der Musik zu finden", gestand Fraas im Vorfeld. Doch seine Musiker der Vogtland-Philharmonie Greiz/Reichenbach verschafften dem Publikum einmal mehr ein mit großem Kino untermaltes Konzerterlebnis. Gewohnt gut ausgewählte Zusammenschnitte und Fraas? prägnante Anmoderationen gaben einen Überblick zu Schauspielern, Regisseuren, Drehbüchern oder errungenen Preisen der weltbekannten Zelluloid-Streifen.

Neu im Programm waren mehr Orchestertitel und Solis des sonst nur als Background fungierenden Dresdner Damengesangstrios Voc A Bella. Besonders im Entré "Gladiator" und in Stücken aus "Harry Potter und der Feuerkelch", "Herr der Ringe" und "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" unterstrich die Philharmonie sowohl Spielfreude wie Klasse.

Wie schon in den vorherigen Filmharmonic-Nights überzeugten die engagierten Solo-Stars. In einem Dreierblock brillierte Miriam Cani, Popstars-Gewinnerin 2003, von den Ex-Preluders. Kraftvoll und klar ihre Stimme bei "Licence to kill". Sensibel, alle Gefühle des Liebesdramas intonierend, bei "I?m kissing you" aus "Romeo und Julia". Rhythmisch, fast zum Tanzen auffordernd, im LeAnn Rimes-Titel "Can?t find the moonlight" des 2000er Kino-Hits "Coyote Ugly". Das männliche Pendant Thomas Hahn, Poprock-Sänger der Gruppe KLAR!, zeigte seine Stärken mit "Apologize" ("Keinohrhasen"), "Say" ("Das Beste kommt zum Schluss") und "Hotel California" ("The Big Lebowsky").

Brillant der Schlusspunkt nach drei Stunden. Alle Künstler vereint bei einem Medley aus "Ghostbusters", "Das Boot", Dirty Dancing" und "Mermaids" bis hin zur frenetisch geforderten Zugabe mit "I will Follow him", "Fluch der Karibik" und "Thank you for the Musik" - wohl das Urteil aller Besucher dieses Abends.