Eulen suchen warme Stuben

24 Kalendertürchen, 24 Geschichten, 24 Gewinne: Jeden Tag fliegt eine Eule aus der Drechslerei Kuhnert Rothenkirchen zu einem unserer Leser. Wer die Eulen gewinnen will, beteiligt sich an unserem Adventsrätsel via Postkarte, E-Mail oder Facebook. Heute zum Auftakt blicken wir in die Eulen-Werkstatt des Unternehmens Kuhnert.

Von Cornelia Henze

Rothenkirchen Es gibt kaum ein Tier, das so dekorativ und daher so beliebt ist, wie die Eule. Den Waldbewohner gibt es als Schmuck oder als Nippes für die Vitrine, er prangt als Applikation auf Bekleidung, Kissen, Tisch- oder Bettwäsche. "2014 war gerade der Eulen-Hype, und das war auch das Jahr, in der wir unsere Raucheule auf den Markt gebracht haben", erinnert sich Martin Rißmann, Marketingchef im Unternehmen seines Schwiegervaters Frank Kuhnert.
Wie der Name vermuten lässt, ist die Raucheule eine Räucherfigur, die die Kunden auch gleich in ihr Herz geschlossen hatten. In der Antike stand die Eule für Weisheit, in unseren Tagen ist sie das Emblem für den Naturschutz, und seitdem wir Harry Potter kennen, ist vielen auch die schneeweiße Eule Hedwig ans Herz gewachsen. Attribute, die das Gefühl der Sympathie für die Eule in uns Menschen weckt. Und dann sei die Eule natürlich ein absolut faszinierendes Tier mit den großen ausdrucksstarken Augen und der Kunst, den Kopf um 270 Grad zu drehen, verrät Martin Rißmann.
Kurzum: Die Raucheule sollte Mutter werden und ein Kind bekommen. 2018 wurde die Mini-Eule geboren. Angeboten werden sollten Mutter und Kind im Doppelpack, doch schon bald merkte Familie Kuhnert, dass die Minis auch ohne Mutter Eule ihre Fans gefunden hatten. Mittlerweile gibt es die sieben Zentimeter große Mini-Eule in über 20 Varianten: Weil die Eule klug ist, hält sie zwischen den Flügeln natürlich ein Buch.
Die sportlichen dieser Spezies fahren Ski, Snowboard oder Schlitten. Die durstigen heben ein Becherchen, die musikalischen spielen Gitarre oder Geige. Weil der Vogel so beliebt ist, entstanden an den Kuhnertschen Drechselmaschinen in diesem Jahr 60.000 Stück. Und weil aller guten Dinge drei sind, hat das Familienunternehmen in diesem Jahr noch die Eulenkinder auf den Markt gebracht. Die sind mit 4 Zentimetern noch winziger als die Mini-Eulen und haben es immerhin auch schon auf eine Stückzahl von 25.000 gebracht.
Von ihnen gibt es acht verschiedene Typen - zugleich kann man wählen zwischen Eulenkindern zum Hinstellen und welchen, die am Weihnachtsbaum oder -strauch ein Hingucker sind. Gefertigt werden die Mini-Eulen aus Fichtenholz, die Eulenkinder bestehen aus Esche, einem Holz, das wegen seiner besonders attraktiven Maserung und Struktur ins Auge fällt. Große Augen, kecker Blick und manchmal ein zugekniffenes Auge: Die liebenswerten Figuren entstehen nach dem Design von Simone Küffner aus Klingenthal, die schon viele Figuren für die Drechslerei Kuhnert entworfen hat, unter anderem auch die Rauchschnecke, für die das Unternehmen, das Echt erzgebirgische Holzkunst herstellt, einen Designpreis gewonnen hatte.
Mit den Eulen haben die Kuhnerts eine Figur auf den Markt gebracht, die sich vom Weihnachtsfest losgelöst das ganze Jahr verschenken lässt. Als Geschenk, als Mitbringsel für verschiedene Anlässe, und die Miniaturausgaben gerade für den schmaleren Geldbeutel, seien sie entwickelt worden, so Martin Rißmann. Seit es sie gibt, fliegen die Eulen, wie übrigens auch die "Schneeflöckchen" um die ganze Welt. 1000 Händler in Deutschland und im Ausland beliefert das 1986 von Gründer Frieder Kuhnert klein angefangene und mittlerweile auf 100 Beschäftigte angewachsene Unternehmen. Begegnen kann man den Eulen vielleicht auch auf dem Weihnachtsmarkt in Chicago oder auch in Japan, mit Sicherheit aber in den hauseigenen Geschäften in Rothenkirchen, Plauen, Döbeln, in zwei Filialen des Dresdener Elbeparkes und seit vorigem Jahr auch in einem am Leipziger Hauptbahnhof. Oder auf einem der vielen Weihnachtsmärkten, so in Dresden oder Leipzig, auf denen Händler hochwertige Produkte "Made in Germany", versehen mit dem Erzgebirgsgütesiegel, dem Reiterlein, anbieten.
Auf welche Weise die Eulen, die vielen Räuchermännle und -schnecken entstehen, das konnten gestern - und können übrigens auch heute noch - Gäste der Drechslerei Kuhnert zu den Wichteltagen erleben. Jeden Freitag (13 bis 19 Uhr) und Samstag (9 bis 18 Uhr) vom ersten bis zum dritten Advent stehen Ladengeschäft und Werkstatt für einen Schnupperbesuch offen.
Vor dem Geschäft haben Kuhnerts einen kleinen Weihnachtsmarkt aufgebaut. Die Buden sind heimelig beleuchtet, aus ihnen dringt der Duft von Glühwein, Bambes und Backwaren. Drinnen geht es lebhaft zu. An den Werkbänken schauen die Gäste den Kuhnertschen Spielzeugmachern über die Schulter, wie sie drechseln, schleifen, die Einzelteile sortieren, leimen und bemalen. Und wer will, kann es vor Ort selbst versuchen. Ein Angebot, das vor allem Kinder lieben, denn in diesen Tagen heißt es selbst ein Weihnachtsgeschenk für Mutti, Vati, Oma und Opa zu basteln.
24 Eulen machen sich in diesen Adventstagen auch auf den Flug zum Vogtland-Anzeiger. Zum wiederholten Male konnte unsere Zeitung Firma Kuhnert als Sponsor für unsere Adventskalendergeschichten, die täglich bis Heiligabend erscheinen, gewinnen.
Täglich verlosen wir so eine Eulen-Figur - verbunden mit einer Rätselfrage, die sich auf den jeweiligen Beitrag bezieht. Und wessen Einsendung via Postkarte, E-Mail oder auf unserem Facebook-Profil von der Glücksfee gezogen wird, bei dem wird in der Weihnachtsstube eine Eule landen.

Kalenderblatt 1 Rätselfrage: Aus welchem Holz sind die Eulenkinder, welche die Drechslerei Kuhnert aus Rothenkirchen für unsere Leser sponsert und verlost? Wer das weiß, schreibt die Antwort auf eine Postkarte und sendet sie an: Vogtland-Anzeiger, Postplatz 12, 08523 Plauen, oder schreibt eine Mail unter redaktion@vogtland-anzeiger.de oder antwortet hier auf Facebook unter diesem Beitrag. Einsendeschluss: 4. Dezember