EU hilft entlassenen Plamag-Mitarbeitern

Die Europäische Kommission will den früheren Mitarbeitern des insolventen Druckmaschinenherstellers Manroland mit 5,3 Millionen Euro unter die Arme greifen. Das Geld aus dem EU-Globalisierungsfonds soll den rund 2100 Betroffenen des Unternehmens sowie drei Subfirmen und Zulieferern helfen, ihren Weg zurück in den Arbeitsmarkt zu finden. Zusätzlich werde von deutscher Seite noch einmal die gleiche Summe bereitgestellt, so dass sich die Hilfen auf über zehn Millionen Euro beliefen, sagte am Donnerstag ein Kommissionssprecher in Brüssel.

Mit dem Geld sollen den Angaben zufolge beispielsweise Weiterbildungen, Hilfen bei der Job-Suche und Beratungen für Arbeitslose gefördert werden, die sich mit einer Geschäftsidee selbstständig machen wollen. Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten müssen dem Kommissionsvorschlag noch zustimmen.

Der Betriebsrat des Plauener Werks, Udo Meier, nannte die Ankündigung aus Brüssel ein positives Signal für die derzeit in einer Transfergesellschaft beschäftigten Ex-Mitarbeiter. "Damit ist eine unterbrechungsfreie Betreuung der Leute gewährleistet", sagte Meier auf Anfrage. Die Finanzierung der Transfergesellschaft wäre im September ausgelaufen. Nach Angaben Meiers könnten rund 130 ehemalige Beschäftigte im Vogtland von den Geldern profitieren.

Manroland, einst drittgrößter Druckmaschinenhersteller der Welt, hatte im November 2011 Insolvenz angemeldet. Für die Werke in Augsburg und Offenbach fanden sich Käufer, für den Standort Plauen laufen die Verhandlungen noch. Die deutschen Druckmaschinenhersteller leiden seit geraumer Zeit unter der billigen Konkurrenz aus Asien und dem zunehmenden Stellenwert des Internets. Zudem blieben in der Krise 2008 dringend nötige Investitionen aus, der Markt brach nach Branchenschätzungen um etwa 40 Prozent ein. va