Esel in Pausa grauenvoll verendet

Riesenschweinerei im Pausaer Tiergehege im Eckartspark: Unbekannte haben die trächtige Eselstute Lucie vergiftet. Tierpfleger Holger Rosemann ist fassungslos.

Pausa - Das Blut aus Maul und After deutet eindeutig auf eine Vergiftung hin, sagt Holger Rosemann. "Tierarzt Christoph Hintze ist sich da ganz sicher. Entweder erfolgte die Vergiftung mit Rattengift oder Roundup- Unkrautvernichter", fügt der Mitarbeiter des Bauhofes hinzu, der das Tiergehege betreut.

Esel können bis zu 35 Jahre alt werden. Lucie wurde 1999 geboren und lebte seit einigen Jahren in Pausa. Die trächtige Eselin sollte eigentlich im August ein Fohlen zur Welt bringen. Es wäre ihr erstes gewesen, welches im Gehege verblieben wäre. Die Stute gehörte bis vor einem Jahr dem Plauener Frank Bösener, der es dem Gehege geschenkt hat.

Die vorher geborenen Esel waren sein Eigentum, da das Tier bis zu diesem Zeitpunkt nur an die Stadt verliehen war. Tierpfleger Rosemann hatte am Freitag festgestellt, dass die Grasfläche hinter dem Gehege zertrampelt war und brachte das mit dem durch die Trächtigkeit veränderten Wesen der Eselin in Verbindung.

Normalerweise war Lucie sehr zutraulich und ging auf jeden zu. Das scheint ihr zum Verhängnis geworden zu sein. Das veränderte Fressverhalten führte der Tierarzt bei seinem Besuch am Wochenende auf die Trächtigkeit zurück und erbot sich, am Montag wiederzukommen, um ihr eine Vitaminspitze zu geben, wenn sich ihr Fressverhalten nicht bessert. Am Montagmorgen fand Rosemann das verendete Tier.

Das Ordnungsamt der Stadt hat den Vorfall der Polizei angezeigt, deren Ermittlungen laufen. Das Tier war einer der Lieblinge der Besucher des Geheges, von denen sich nun viele fragen, wer so etwas tut. Ob es für den verbliebenen Eselhengst Pedro wieder eine Eselin geben wird ist noch unklar und liegt in den Händen der Stadt.