Es geschieht am helllichten Tage

Plauen - Die Bahnunterführung an der Wielandstraße, die Burgstraße, die Eisenbahnbrücke an der Pausaer Straße, der Johanniskirchof und Tischendorfstraße: Allein unterwegs auf Plauens Straßen. Das ist zumindest für ältere Frauen derzeit sehr gefährlich. Und das am helllichten Tag. Die Jugendlichen Täter nutzen nicht einmal den Schutz der Nacht. Sie rauben am Tag. Innerhalb einer Woche wurden gleich fünf Seniorinnen Opfer eines Handtaschenraubes. Das letzte Mal schlugen die Täter am Freitag zu - wir berichteten. Zwar blieben die Frauen allesamt körperlich unverletzt. Doch der Schreck steckt allen Frauen noch in den Gliedern. Die Unruhe unter den älteren Leuten wird immer größer. Doch die Polizei ist den Tätern bereits auf den Fersen.

Das zumindest sagt Annett Münster, Pressesprecherin der Polizeidirektion Südwestsachsen in Zwickau. "Wir hoffen, dass wir vielleicht schon Ende der Woche einen Erfolg vermelden können." Die Beamten der Polizei in Plauen überprüfen gerade Zeugenaussagen zu den einzelnen Überfällen. "Die Veröffentlichungen in den Medien haben schon geholfen. Es sind einige ernstzunehmende Spuren dabei", so Annett Münster. Mehr will sie aber aus taktischen Gründen nicht verraten. Aber zumindest haben die ersten Zeugenaussagen dazu geführt, dass den überfallenen Frauen Fotos von Verdächtigen vorgelegt werden konnte, so die Pressesprecherin. Nun liegt die Vermutung bei fünf dicht aufeinanderfolgenden Taten nahe, dass es sich um einunddieselben Täter handeln könnte. Darüber wurde natürlich auch bei der Polizei nachgedacht. "Wir gehen davon aus, dass einige Überfälle wirklich miteinander zusammen hängen. Aber nicht alle", erklärt Annett Münster. So könnte es sein, dass mindestens zwei Banden ihr Unwesen in der Stadt treiben.

Wer mehr zu den Überfällen weiß oder sie beobachtet hat, der kann sich an die Polizei in Plauen wenden. Auch anonym. Telefon: 03741/140.