Es brodelt in Bergen

249 000 Euro (einschließlich Fördermittel) sind in den vergangenen zwei Jahren in brandschutztechnischen Maßnahmen der Grundschule Theuma bereits verbaut worden. Weitere 900 000 Euro (inklusive Fördermittel) sollen im 2. Bauabschnitt hinzukommen.

Der Fortbestand der Grundschule in Theuma hängt vor allem von der Schülerzahl ab, konkret von der diesbezüglichen Unterstützung aus den Orten Tirpersdorf und Bergen. Ein neuer Schulvertrag mit Tirpersdorf soll dort zur Gemeinderatssitzung am 15. März beschlossen werden, kündigt Bürgermeister Reiner Körner an. Einige Tirpersdorfer Ortsteile sollen somit wieder in den Theumaer Schulbezirk übergehen.

Die bestehende Zweckvereinbarung mit Bergen soll in einem Punkt geändert werden: keine Kündigung in den nächsten zehn Jahren (bislang jährliche Kündigung möglich). Diesen Punkt halten Kultusministerium als auch Regionalschulamt für zwingend notwendig, wenn weitere Fördermittel gewährt werden sollen.

Obwohl Bergens Bürgermeiser Volkmar Trapp in der Versammlung des Verwaltungsverbandes Jägerswald im Februar erklärte, die Zweckvereinbarung mit zehnjähriger Kündigungsfrist in der nächsten Gemeinderatssitzung beschließen zu lassen, kam es vergangene Woche nicht dazu. Grundsätzlich, so Trapp, sollen Bergener Kinder weiter in Theuma zur Schule gehen, aber Theuma soll zu klärenden Gesprächen auf Bergen zukommen (wir berichteten).

Jetzt meldet sich Theumas Alt-Bürgermeister Ulrich Riedel - und schießt gegen seinen Nachfolger: "Mit der strikten Verweigerungshaltung von Herrn Bürgermeister Rondthaler, von Bergen gewünschte Gespräche (.......) zu führen, gefährdet der Bürgermeister von Theuma die Bestandssicherheit der Grundschule selbst", schreibt Riedel in einem Offenen Brief an Rondthaler. Riedel fragt, warum Gesprächsangebote aus Bergen abgelehnt wurden und wann der Theumaer Rat die Änderung des Schulvertrages mit Bergen beschließt.

Die Bürgermeister Reiner Körner (Tirpersdorf) und Sven Rondthaler (Theuma) sind enttäuscht von Bergen - und empört über Riedels Vorwurf. "Ich denke, es geht Bergen um die zehn Jahre ohne Kündigungsmöglichkeit", sagt Körner. "Doch das war Volkmar Trapp längst bekannt. Gespräche sind dazu mehrfach in Bürgermeisterberatungen geführt worden." Und sein Kollege Rondthaler ergänzt: "Gespräche haben zu verschiedenen Anlässen stattgefunden. Was wir ablehnen, sind Einzelgespräche zur Gemeindegebietsreform.

Wir wollten am 19. März im Gemeinderat den Schulvertrag mit Bergen beschließen. Nun fordert Bergen weitere Gespräche. Unsere Terminvorschläge zum Treffen beider Gemeinderäte - 7. März und dann der 21. März - wurden jedoch abgesagt. Wir können nun nur abwarten."