Ernte auf vollen Touren

Kaum anderthalb Stunden braucht der neue Mähdrescher für das 5,3 Hektar große Gerstenfeld in Thossen in der Gemeinde Weischlitz. "Länger dauert die Vorbereitung: Umrüsten der Technik, Sperrung der Straße und dergleichen", sagt Wolfgang Sammer. Seine Agrarproduktion Reuth Sammer und Co. KG bewirtschaftet 1200 Hektar - mit Raps, mit verschiedenen Getreidesorten und Kartoffeln. Mit dem Einbringen der Wintergerste beginnt traditionell die Getreideernte. In zwei, drei Wochen startet die Sommergerste; weitere Getreidesorten folgen. Nach eigenen Worten ist Sammer mit dem Ertrag bei der Wintergerste zufrieden - schätzungsweise 79 Doppelzentner pro Hektar. "Eigentlich lamentieren Bauern gern, aber die Ergebnisse sind besser als in den vergangenen zwei Jahren. Der Regen im Mai kam zur rechten Zeit, die Körner haben sich gut entwickelt." Die Wintergerste wird nach Angaben des Landwirts zum Füttern verwendet, sein Betrieb hält 250 Milchkühe. Wie er sagt, wird Sammer versuchen, die Sommergerste als Braugerste an Mälzereien in Bayern zu verkaufen. "Der Ertrag liegt sortenbedingt nur bei 55 Doppelzentnern pro Hektar, aber der Erlös ist höher." ufa/ltu